La Dolce Vita a Roma

21. August 2021


Hallöchen mein lieber Leser, erinnerst Du Dich überhaupt noch an mich? Lang, lang ist's her, seit wir uns ausgetauscht haben. Leider konnte ich seit Monaten keine Ferien mehr geniessen und bis zum nächsten, grösseren Urlaub dauert es auch noch eine ganze Weile. Deshalb habe ich einen Break eingeplant und mir zwei Tage frei genommen. So kommt es nun, dass ich wieder mal die Möglichkeit habe, meinen Koffer zu packen (zwar den kleinsten, aber immerhin) und dem Alltag für vier Tage Adieu sage und: Dir (hoffentlich) Interessantes berichten darf!

 

Am Samstag, 21.08.2021, geht es mit dem Flieger los!


Samstag, 21.08.2021: Los gehts nach Rom😎

Nach dem uns ein Taxi souverän durch den Morgenverkehr von Rom in unser Hotel brachte, checkten wir im Hotel ein, packten unseren Rucksack und machten uns auf den Weg um die Stadt zu erkunden. Obwohl wir die Unterstützung des Hop-off /Hop-on - Busses in Anspruch nahmen, waren es bis am späteren Nachmittag doch 9km, welche wir zu Fuss in grösster Hitze zurücklegten. Dafür, dass wir seit 5h morgens unterwegs sind, ist das doch eine beträchtliche Leistung. 

In Rom scheint hinter jeder Hausecke ein historischer Schatz verborgen zu sein. Ich konnte mich manchmal nicht entscheiden, ob ich links oder rechts abbiegen möchte. Zum Glück bleiben mir noch 2 Tage um noch mehr verborgene Schätze zu entdecken.

Eine der schönen Strassen, welche durch die historische Stadt führt
Eine der schönen Strassen, welche durch die historische Stadt führt
Deshalb lese ich so gerne😬
Deshalb lese ich so gerne😬

Eigentlich war geplant, am heutigen Abend den Trevibrunnen mit abendlicher Stimmung zu bestaunen, ein feines Nachtessen zu geniessen und danach noch ein Abstecher zu einer romantischen Rooftopbar. Aber eben, wie gesagt: geplant wars. Die Wirklichkeit sah dann so aus: Müde und mit Blasen an den Füssen schleppten wir uns ins nächst gelegene Restaurant, assen eine kleine Portion Pasta, dazu ein Wasser und gingen schnurstracks ohne Kaffee und ohne Abstecher zurück ins Hotel😁

Morgen ist auch noch ein Tag👍 Gute Nacht😴

Sonntag, 22.08.2021


Nach einem feinen Frühstück auf dem Balkon unseres Hotelzimmers hiess es wieder Turnschuhe an, Rucksack packen (mit vollen Wasserflaschen und Sonnenhut) und die Erkundigung der Stadt weiter führen. Unter uns gesagt: Die Blasen an den Füssen habe ich mit Pflaster abgedeckt.


Der Weg führte uns zuerst zum berühmten Trevi-Brunnen. Natürlich waren wir nicht die einzigen Touristen, welche diesen Prachtsbrunnen bestaunten. Aber dank der frühen Morgenstunde (früh für die Verhältnisse dieser Breitengrade), waren es nicht ganz soo viele Schaulustige und die Aussicht auf die kunstvollen Figuren, welche den prächtigen Brunnen zieren, war grandios.

Mein nächstes Auto🥰
Mein nächstes Auto🥰

 Nächster Programmpunkt war das Pantheon, eine Basilika, welche um 125 n. Chr. fertig gestellt wurde und die grösste Kuppel der Welt besitzt (gemessen am Innendurchmesser). Leider war uns derZugangverwehr, weil am Wochenende ein Besuch nur mit reserviertem Ticket möglich ist. So liessen wir uns in einem nahe gelegenen Kaffee nieder und ich reservierte kurzerhand Tickets für denAbend.


Unterwegs sprach mich Fabio an; er arbeitet für die Lautari. Dies ist eine Gesellschaft, welche Drogenabhängige in Italien dabei unterstützt, einen Ausweg aus der Abhängigkeit zu finden. Wir habenuns lange unterhalten; es war ein interessanter Austausch.


Und weiter gehts! Zum Natioanlenkmal von Vittorio Emanuele II. Er war der erste König des neugegründeten Italiens. Das Gebäude ist erreichbar über viele Treppen. Puah! Das war einerichtigeHerausforderung! Nicht die Kondition machte mir zu schaffen, sondern die Hitze! Der Kreislauf schrie förmlich nach Schatten, Pause, kühlendem Getränk. Endlich oben an der Treppe angekommen,stelltenwir fest, dass das gesuchte Denkmal auf einer anderen Seite des Gebäudes steht! Hier jedoch kamen wir in den Genuss einer schönen Kirche. Im Inneren der Kirche wollte ich, wie ich das immerbei einemBesuch in einem neuen Land mache, eine Kerze für geliebte, bereits verstorbene Menschen anzünden. Jedoch fehlte mir das nötige Kleingeld. Auf der Suche nach einer Lösung traf ich im hinterenBereichder Kirche auf einen Mönch, welcher mir dann freundlicherweise meine Note in Kleingeld wechselte, so dass ich doch noch meine Kerzen anzünden durfte.


Sodann hiess es die ganzen Treppen wieder runter, rund um das Gebäude spazieren und auf der anderen Seite alle Stufen wieder rauf. Dort ganz oben war unser Ziel: Vittorio Emanuele II., wie er aufeiemPferd sitzend über die Stadt Rom blickt.


Von hier führt noch ein Lift ganz nach oben (natürlich gegen einen Aufpreis von läppischen 12 Euro pro Person!), von wo aus man ein herrliches Panorama auf die ganze Stadt geniessen kann.

Nach einem Zwischenstopp im Hotel zwecks Abkühlung mittels Dusche gings wieder Richtung Pantheon. Diesmal waren wir im Besitze der notwendigen Reservation und durften die Basilika betreten. Übrigens wurde hier zum ersten Mal Fieber gemessen beim Eintritt. 


Die Führung kann man mit oder ohne Audioguide machen. Das Gebäude ist sehr imposant. Die grosse Kuppel ist einzigartig.

Nach einem Zwischenstopp im Hotel zwecks Abkühlung mittels Dusche gings wieder Richtung Pantheon. Diesmal waren wir im Besitze der notwendigen Reservation und durften die Basilika betreten. Übrigens wurde hier zum ersten Mal Fieber gemessen beim Eintritt. 


Die Führung kann man mit oder ohne Audioguide machen. Das Gebäude ist sehr imposant. Die grosse Kuppel ist einzigartig.

Inzwischen ist es Abend geworden und die Gassen füllen sich immer mehr mit Menschen. Junge Frauen und Männer, welche sich schick gemacht haben für den abendlichen Ausgang, Touristen, auf der Suchenach einem feinen, lokalen Restaurant und Leute, welche noch am shoppen sind (die Läden sind hier zum Teil bis 23h geöffnet).  Es gilt also einen Weg durch die Masse zu finden, welchereinigermassen den coronabedingten Abstand einhält (ist einfacher gesagt, als getan). Fast wäre ich soweit gewesen die Maske aufzusetzen. 


Das wohl verdiente Abendessen wollten wir beim bekannten Alfredo alla Scrofa einnehmen, wo auch beeits ein scöner Platz für unser reserviert war. Ich möchte Dich hier nicht mit Details desAbendessens langweilen, nur ein paar Punkte, falls Du auch mal in Rom weilst und hier dinnieren möchtest. Die von Alfredo angepriesenen, selbst erfundenen, traditionellen Fettucino Alfredo sind denPreis nicht wert.  Ein schweizer Fondue anrühren, Teigwaren dazugeben und schon hast Du das gleiche Gusto wie bei den berühmten Fettucini von Alfredo.


Nach dem Abendessen war ich trotz der Müdigkeit vom langen Tag froh, dass wir noch einen längeren Fussmarsch bis zum Hotel vor uns hatten; ein Verdauungsmarsch war dringend nötig.

Pinocchio war auch noch spät abends anzutreffen
Pinocchio war auch noch spät abends anzutreffen

Montag, 23.08.2021

Das heutige Programm wird neu geschrieben; mein Reisepartner ist krank. Der vorgesehene Besuch beim Kolosseum und Forum Romanum wird wohl auf einen nächsten Besuch in Rom verschoben und die Tickets ungebraucht im Fotoalbum eingeklebt. 


Jetzt werde ich mich erstmal um meinen Patienten kümmern und ihn so gut wie möglich pflegen. Wahrscheinlich ist es ein Sonnenstich, welchen wir bis heute Abend hoffentlich bezwungen haben.



Dienstag, 24.08.2021:

Kurz vor der Heimreise möchte ich es nicht unterlassen, Dir nochmals aus Rom zu berichten. Leider geht es meiner Reisebegleitung nicht besser und ich bin trotz dieser kulturell wunderschönen Stadt froh, wenn wir wieder in heimischem Gelände sind. 


Gestern waren wir nur kurz in der Stadt unterwegs. Ich brauchte noch ein, zwei „Mitbringsel“ für meine Liebsten zu Hause. Das war dann auch schon genug der guten Dinge für meinen Reisepartner. Nach kurzer Zeit waren wir wieder im Hotel, wo er sich erschöpft niederliess. Ich besorgte uns zwischenzeitlich ein Sandwich um die Ecke. 


Für gestern Abend, unseren Abschlussabend in Rom, hatte ich eine Überraschung geplant: Ein Nachtessen auf der Terrasse des Restaurants Ambrosia, beim Hotel Artemide. Der Hunger siegte über das Unwohlsein meiner Reisebegleitung und so machten wir uns entschlossen auf den kurzen Weg zu diesem Restaurant. Falls Du mal in Rom weilen darfst: Gönn Dir einen Drink oder ein Essen auf dieser Terrasse; es ist wirklich wunderschön! Der Blick über die Dächer Roms inklusive Sonnenuntergang ist fantastisch!

Wir kamen in den Genuss eines feinen Abendessens. Bis zum Kaffee reichte die Energie meines Partners leider nicht aus und verliessen das Restaurant mit dem Ziel schnurstracks zurück ins Hotelzimmer zu kommen.


Jetzt es bei mir Dienstag vormittag und ich muss mich langsam ans Packen machen. Es waren schöne Stunden hier in Rom und ich werde bestimmt eines Tages wiederkehren! Aber jetzt bin ich ehrlich gesagt froh, wenn ich meinen Partner irgendwie auf den Flughafen und nach Hause bringen kann. 


Danke für Deine Lesezeit bei mir und bis hoffentlich zum nächsten Mal!


Dein Wörterdieb