Namibia



„Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise“. So heisst ein Sprichwort aus Namibia. Und genau dahin führe ich Dich auf meiner nächsten Reise: Namibia, Botswana und Zimbabwe.


Ein liebevolles Willkommen an Dich, mein lieber Leser. Ich freue mich sehr, dass wir uns nach längerer Zeit wieder auf dieser Plattform treffen und hoffe, dass wir eine gemütliche, lustige und abenteuerliche Zeit miteinander verbringen können (vom 12. April 2024-27. April 2024).


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Nun, wir werden definitiv vorwärts gehen oder besser gesagt: vorwärts fahren. Insgesamt werden wir weit über 2000 km quer durch Afrika mit einem Jeep fahren. Mit etwas Glück erhaschen wir während den stundenlangen Ausflügen vielleicht einen Blick auf einen oder anderen der berühmten „Big Five“: Löwe, Elefant, Nashorn, Schwarzbüffel, Leopard.


Aber von Anfang an:

An einem warmen Sommerabend Mitte Juni 2023 haben wir sechs uns getroffen. Bei diesem gemütlichen Anlass beschlossen wir zusammen in die Ferien zu fahren. Am folgenden Tag wurden  bereits von Allen die Flüge von Zürich Richtung Afrika gebucht. So schnell haben wir uns zusammengefunden. Wir, das sind: Fernando und Sascha, Marc und Börni (die kennst Du ja bereits von einer gemeinsamen Brasilienreise) und mein  Partner Roli und ich.




Auch die Unterkunftsfindung stellte uns vor keine Herausforderung, schnell war klar: einfach und doch bequem sollten die Unterkünfte sein und päng: gebucht.


Hier siehst Du unsere vorgesehene Reiseroute:

Mitte März, also gut 4 Wochen vor dem geplanten Abflug in unser Abenteuer, haben wir uns nochmals zusammengesetzt. Es wurde rege diskutiert und über dies und das geplaudert. Wieviel Liter Moskitomittel nimmst Du mit? Hast Du die Malaria-Prophylaxe organisiert? Welche Kleidung packst Du ein? Welche Währung wird in welchem Land akzeptiert? Uvm. Ja, es gibt doch einiges an Vorbereitungen zu treffen, wenn man einen uns noch völlig unbekannten Kontinenten besucht.


Mir persönlich hat auch die Kultur, Religion und Politik einige Stunden Lesevergnügen bereitet. Schliesslich möchte ich nicht durch Unwissenheit in ein Fettnäpfchen treten.



Ich lese noch die Sicherheitsempfehlungen des EDA durch und entschliesse mich, zu meiner eigenen Sicherheit, meine inzwischen angegrauten Ansatzhaare meinem natürlichen Dunkelblond anzupassen. Ich möchte ja nicht mit den in Afrika heimischen, auch grauen und faltigen, Tieren verwechselt werden😂


Ich freue mich, wenn Du mich auf dieser spannenden zweiwöchigen Reise begleitest😍


Freitag, 12. April 2024


Am Freitag, 12. April 2024, treffe ich am Flughafen Zürich auf mein Reisegrüppchen. Die Freude ist riesig und es herrscht ein nervöses, aufgeregtes Durcheinander geplapper. Wir werden Windhoek, unser erstes Reiseziel, über einen Zwischenstopp in Frankfurt anfliegen. Das heisst, wir werden morgen Samstag, 13. April 2024, nach einem seehr langen Flug in Namibia eintreffen.


Der Abflug in Zürich verspätet sich. Es ist Ferienzeit und wir sind nicht die einzigen Gäste in Kloten. Wir verbringen die Zeit bei einem (oder waren es zwei🤔) Apéros. Schliesslich geht‘s dann noch los und unser Flug hat Starterlaubnis.


Am Flughafen in Frankfurt muss man gefühlt durch halb Deutschland spazieren um das richtige Gate zu erreichen. Der Flughafen ist extrem gross und weitläufig. Endlich gehts dann nach 22h mit dem Nachtflug direkt nach Windhoek weiter. Inzwischen sind alle ein bisschen ruhiger geworden, warten gähnend auf das Boarding. 

Nun ich werde versuchen im Flieger etwas zu schlafen um morgen Abend mit Dir in neuer Frische über die News und ersten Eindrücke aus Windhoek zu plaudern.


Gute Nacht, bis Morgen🥱

Samstag, 13. April 2024


Halli Hallo in die Schweiz, ich bin tatsächlich und wahrhaftig in Afrika angekommen. Ich kann es selber noch gar nicht richtig glauben. Vielleicht muss ich erst richtig aufwachen; es war eine kurze Nacht trotz langer Flugdauer. Aber jetzt bin ich hier und sehr gespannt, welche Abenteuer, Begegnungen und Erfahrungen ich geniessen darf. Hallo Windhoek.


Windhoek liegt 1650m hoch und hat ca. 350‘000 Einwohner (genau weiss das keiner). Es ist die Hauptstadt und zugleich die grösste Stadt des jungen Staates Namibia. 


Namibia ist nach der Mongolei, das am zweitdünnsten besiedelte Land der Welt (ca. 2.9 Einwohner pro km2). Das Land hat etwa 2,3 Millionen Einwohner, überwiegend Christen vieler verschiedener Ethnien. Die grösste Bevölkerungsgruppe bilden mit knapp 50% die Ovambo. 


Windhoek ist vieles-doch sicherlich keine von hektischem Leben durchpulste Grossstadt. Alles geschieht ruhig, geradezu betulich.  Die Stadt beherbergt einen internationalen Flughafen und eine Fülle von Restaurants, Geschäften, Unterhaltungs- und Unterkunftsmöglichkeiten. Die Stadt ist sauber, sicher und gut organisiert. 


Der Name Windhoek kommt vom Nama-Kapitän Jonker Afrikaaner, der sich um 1840 mit seiner Gruppe östlich des Stadtzentrums niederliess. Er nannte den Platz Winterhoek, nach seiner Heimat in der Kapkolonie, aus der seine Familie flüchten musste. 


Jean, so heisst unser Guide, erwartet und bereits beim Flughafenausgang. Jean selber erscheint mir wie ein Vikinger; er ist 2 Meter gross, rothaarig mit Bart. Du siehst in nachher noch auf einem Foto. Er spricht tadellos Deutsch, Englisch, Africaans, ist sympathisch, ortswissend und extrovertiert. Es wird uns also bestimmt nicht langweilig auf den uns erwartenden stundenlangen Autofahrten.


Wir fahren in einem grossen Jeep erstmal einen Supermarkt an; halt Dich fest: Es ist ein Spar. Dort stärken wir uns mit einem kleinen, zweiten Frühstück und kaufen danach Snack, Getränke etc.  für die nächsten paar Ausflugstage ein. Währenddessen erzählt uns Jean, dass die Tiere und Bewohner der Gegend seit November letzten Jahres auf den Regen warten. Normalerweise, also zu Zeiten vor dem Klimawandel, ist die Regenzeit von November bis April. Sollte es bis Mai kein Regen geben, werden die Städte das Wasser jeweils von Freitag nachmittag bis Montag morgen abstellen. 


Weisst Du, was für ein Tag jeweils am 21. September hier gefeiert wird? Mmhh? Nicht? Ich kläre Dich auf, es ist der nationale Grilltag😂


Ja, es wird hier sehr viel Fleisch gegessen. Vegetarier sind eher in der Unterzahl und müssen ausserdem über ein gut gepolstertes Bankkonto verfügen: Denn Salat und Gemüse sind hier sehr teuer. 


Energiepolitisch sind die Namibianer auch sehr fortschrittlich. Bis 2030 möchten sie ihren Strom weitgehend von Windkraft oder Solarstrom beziehen. Hut ab; das ist zielgerichteter als in manchen Schweizer Städten.


Ja, tatsächlich; die Fahrtzeit vom Flughafen zu unserer Unterkunft Casa Piccolo betrug nur gerade 45 Minuten und trotzdem brachte es Jean fertig uns mit vielen interessanten Informationen zu füttern. Puah. Jetzt heisst erstmal das gröbste Auspacken und ein Nickerchen machen. Denn am Abend gehts weiter. Wir wollen die Hauptstadt Windhoek kennenlernen.  


Sonntag, 14. April 2024


Gestern hatten wir noch eine kleine Stadtrundfahrt in Windhoek. Anschliessend ein abenteuerliches Nachtessen im „Joes Bierhaus“. Wirf mal einen Blick auf die Speisekarte unten, bei den Fotos, dann weisst Du, was ich meine☺️.


Heute hiess es Frühstücken, Packen, Ausschecken. Die Reise geht weiter, ca. 290 km, Fahrtzeit ca. 3.5 Stunden.


Wir fahren Richtung Norden, in den Busch, in die Nähe der Ortschaft Otjiwarongo. Mit meinem grünen Safarihut, der vor der wirklich heissen Sonne schützt, meinem tarnfarbenen Top und kilometerweit nach Antibrumm duftend mache ich heute der Frau von Daktari Konkurrenz und es hätte mich nicht überrascht, wenn an der nächsten Ecke „Clemens“ hervorgeschielt hätte.

😂 


PS: Wenn Du unter 50 bist, verstehst Du den Witz wahrscheinlich nicht, äxgüsi.


1906 wurde die Bahnlinie von Swakopmund nach Tsumeb und der neu gebaute Bahnhof eröffnet. Das war die Gründung der Stadt. Ihr Name bedeutet „hübscher Ort“ oder auch „dort, wo das Rind fett ist“.

Davor gab es hier lediglich eine Missionsstation und ab 1904 einen Aussenposten der Schutztruppe.


Apropos Mission: Aus aktuellem Anlass habe ich mich ein wenig über die sozialen Umstände in Namibia erkundigt. Ein Beispiel dazu möchte ich Dich hier preisgeben. Für das Altersheim meldet man sich bereits in „jüngeren“ Jahren an, so ab anfangs/mitte dreissig und bezahlt ein Reservationsgeld. Falls der Einzug ins Altersheim dann aus irgendwelchen Gründen nicht stattfindet (zum Beispiel, weil man innerhalb der gefühlten 70 Jahre Wartefrist verstorben ist), wird die Reservation einfach vererbt. Fazit: Es gibt viel zu wenig soziale Einrichtungen, ob für die ältere oder kranke Generation, es fehlt an allen Ecken und Enden. Aber wo ist denn das Geld dieses neureichen, mit Bodenschätzen verwöhnten Landes? Da sag ich nur: Korruption. 


Noch ein Schatten, der auf Namibias Politik fällt, ist, dass während der Corona-Pandemie alle Verstorbenen als Covid-Verstorbene deklariert wurden, damit die Regierung das versprochene Geld der WHO verlangen konnte (und auch erhalten hat). 

So jetzt aber wieder zu den wirklich schönen Seiten dieses Landes.


Wir sind nun in der Waterberg-Region, welche südlich des berühmten Etosha-Nationalparks liegt und den herrlichen Waterberg-Plateau-Nationalpark und die Farmgebiete von Outjo und Otjiwarongo im Westen bis Grootfontein und Tsumeb im Osten umfasst.


Otjiwarongo ist Einkaufsplatz der Farmer. Es gibt auch eine Krokodilfarm. Tausend Häute werden jährlich produziert und kleine Artikel aus Krokodilleder am Eingang verkauft. Auch wir machen einen Zwischenhalt bei der Krokodilfarm. Aber nur um uns ein wenig die Beine zu vertreten, den knurrenden Magen zu beruhigen und eine erfrischende Limo zu trinken. Denn unsere Reise dauert noch ein paar Kilometer. Inzwischen hat sich nicht nur die Landschaft verändert sondern auch  der Zustand der Strasse, Schotterstrassen sind angesagt. 


Es gibt unzählige Termitenhügel in diesem Land. In einem Termitenhaus wohnen zwischen 10‘000 und 50‘000 Termiten. Wusstest Du, dass der Bau unterirdisch noch weitergeht? Jeder Hügel umfasst unter der Erde um die ca. 1km2. Unfassbar. Es geht die Theorie um, dass ganz Südafrika unterirdisch mit Tunneln von diesen Tierchen unterwandert ist. Ich finde das ein wenig beängstigend. Vor allem, wenn ich noch bedenke, dass diese Termitenhügel, und das ist wahr!, über eine kontrollierte Lüftung verfügen. Ihr Lüftungssystem ist so ausgelegt, dass sie immer 16-19 Grad haben. Also quasi minergie-zertifiziert🤓


Die Spucke der Termite ist härt als Zement. Ich habe es ausprobiert: Du kannst gegen den Hügel treten, ohne, dass auch nur ein kleines bisschen Erde runter rollt oder zerstört würde.


Am Nachmittag erreichen wir unsere Lodge, welche zum Cheetah Conservation Fund (CCF) gehört. Sie ist weltweit führend in der Forschung und Schutz von freilebenden Geparden. Wir haben gerade mal kurz Zeit um unser Gepäck auf die uns zugeteilten (im übrigen: sehr schöne) Zimmer zu verteilen, schnell das Gesicht zu waschen, Wasserflasche auffüllen und schon geht‘s weiter im Programm. Wir wagen uns in den Park, wo die Geparden wohnen. Travis, ein sympathischer Angestellter des Parks, begleitet uns auf dem offenen Geländewagen, durch ihn erfahren ihr viel interessantes über die Lebensweise des Geparten. Tatsächlich kommen wir in den einzigarten Genuss und dürfen das einmalige Erlebnis erfahren, vier Geparden in der Wildbahn zu sehen.


Ich finde diese Tiere wunderschön. Ihre Zeichnungen im Gesicht, die ausdrucksstarken Punkte auf dem Körper, die elegante Körperhaltung uvm. Der Gepard ist die schwächste Katze hier in der Wildnis und hat sehr viele Feinde.


Genug der News für den Moment. Jetzt muss ich wirklich erst mal unter die Dusche und einen Sundowner mit meinen Freunden geniessen. Bis spätestens morgen, mein treuer Leser, wenn es heisst: wir fahren zum Etosha-Nationalpark.

Tschüüs


Montag, 15. April 2024


Gestern hat die Malarya Prophylaxe begonnen. Wir befinden uns nun an der Grenze zum Gefahrengebiet und betrachten dies als notwendiges Übel. Das gehört nun mal zum Reisen wie andere Impfungen auch. Dieses abendliche Ritual wird uns nun  mind die nächsten 12 Tage begleiten.


Aber nur weiter im Programm mit unserem Abenteuer. Denn eins gerade vorweggenommen: Das Programm, welches wir uns selber aufgebührt haben, ist intensiv und die Tage lang. 

Darum heisst es um 6.30h Tagwach, 8h Abfahrt.


Unser Ziel ist es um die Mittagszeit bei der Etosha Lodge kurz für die kommenden zwei Nächte einzuchecken und am Nachmittag den ersten kleinen Flecken vom riesigen Etosha-Nationalpark zu erkunden.


Auf diesem nachmittäglichen Ausflug dürfen wir die ersten Springböcke, Zebras, Gnus und verschiedene Vögel erspähen. Was für ein Bild: Zebras in freier Natur.


Auch die Pflanzen unterscheidet sich natürlich von der mir bekannten Pflanzenwelt. Der Monanibusch zum Beispiel entscheidet sich nach ein paar Jahren Wachstum selber ob er ein Busch bleiben will oder als Baum weiterwachsen (je nach Wasservorkommen).

Seine Blätter werden von den Namibianer als beste Zahnpasta betitelt. Ich kann es nicht beurteilen😉


Leider habe ich von der gleichen Quelle auch erfahren, an was und wie die meisten Giraffen sterben. Durch das jahrelange Abknicken und zerquetschen der dornenhaltigen Nahrung mit der Zunge wird diese im Alter ganz dick und aufgeschwollen, so dass die Giraffen schlussendlich  verhungern. Mich macht das traurig, muss aber auch einsehen, dass sich die Natur selber reguliert und ihre eigenen Regeln aufstellt. Und wie toll sie das macht, werde ich noch einige Male erleben dürfen. Es ist einfach erstaunlich, wie die Natur sich selber hilft. Wir Menschen könnten uns da noch ein grosses Stück abschneiden und vieles dazulernen, anstatt der Natur immer wieder ein Bein zustellen.


Der ganze Etoshapark, welcher jetzt noch halb so gross wie die Schweiz ist, ist ca. meterhoch eingezäunt. Dieser Zaun dient aber nicht dazu, die freilebenden Tiere gefangen zu halten, sondern dazu, die Menschen vom Naturschutzgebiet fernzuhalten. Leider gibt es immer noch viel zu viele Wilderer hier und mit dem Zaun kann die Besucherzahl etwas kontrollierter durchgeführt werden. Auch darf der Nationalpark erst pünktlich bei Sonnenaufgang betreten und muss zwingend bei Sonnenuntergang verlassen werden. Haltet sich ein örtlicher Guide nicht daran, verliert er umgehend seine Lizenz.


Den Eindruck, die über mich kommende Ehrfurcht, das Glücksgefühl und auch die Dankbarkeit, welche ich beim Anblick dieser hier lebenden Tiere fühlte, kann ich hier nicht in Worte fassen. Es war einfach unglaublich.


Ich werde Dir nachstehend viele Bilder senden (hoffe wirklich es klappt), so kannst Du Dir einen kleinen Einblick in diese wunderschöne Tierwelt erhaschen. Von den eleganten Giraffen, der eindrücklichen Elefantenherde, den einzelgängerischen Elefantenbullen, den hübschen Zebras, Gnus etc. 


Wir möchten unser Glück ja nicht herausfordern, aber einen Löwen zu sehen, wäre natürlich schon sehr toll. Die Zeit läuft hier wie im Nu. Wenn das bei der Arbeit nur auch so wäre, denke ich kurz bei mir, wäre die Woche im Handumdrehen vorbei😬


Heute geht die Sonne vor 19h unter. Das heisst wir müssen uns schnellstens Richtung Ausgang bewegen, bevor der Park schliesst. Morgen ist ja auch noch ein Tag. 


Kennst Du den Ausdruck „das Buschtelefon“? Ja, das gibt es tatsächlich. Wenn sich Autos im Busch begegnen halten beide Fahrer an, fragen einander, ob alles in Ordnung ist und tauschen Neuigkeiten aus. Diese Nachrichten können zum Beispiel sein, in welcher Gegend sich die Löwenfamilie aufhält, wo ein Leopard gesichtet wurde. 


Der Park gehört zu den grossen Tierreservaten der Welt und gilt als einer der herausragendsten Wildparks Afrikas. Die Tiere werden von der Ethosha-Pfanne angelockt (5000 qkm), einer riesigen, nur selten mit Regenwasser gefüllten Senke. 


Die Fahrzeuge im Park dürfen nur in den Rastlagern und im Park ausgewiesenen Plätzen mit Toiletten verlassen werden. Wer sich nicht daran hält, wird des Parks verwiesen. Gerade an den Wasserstellen gibt es häufig Löwen, die das ungeübte Auge nicht erkennt; und Löwen sind schnell …).


Das bedeutet vor allem für uns weibliche Gruppenteilnehmer auch bei dieser grossen Hitze nur soviel wie nötig zu trinken. Der nächste Toilettenhalt kann manchmal drei oder vier Stunden später möglich gemacht werden.


Von den Heikom, eine Untergruppe der San, die vor der Erklärung zum Naturschutzgebiet hier lebte, wurde Etosha „grosser weisser Platz“ genannt. Ihren Legenden zufolge bildete sich die Salzpfanne aus den Tränen einer Frau, die um ihr ermordetes Kind weinte.


Für viele Wildarten, wie zB Elefanten, ist Etosha zu klein. Deshalb ziehen sie auf der Suche nach Weide regelmässig nach Westen, manchmal bis an die Skelettküste. 


Wir aber hatten das riesige Glück eine grosse Herde mit geschätzten 30 Tieren zu sehen. Was für ein bewegender Moment. Diese riesigen Tiere bewegen sich ganz leise, man hört sie nicht kommen. Ihre Füsse sind sehr empfindlich, sie spüren Bewegungen auf kilometerweite entfernt. Aber weil ihre Füsse so sensibel sind, ist es ihnen nicht möglich auf Steinen zu gehen. Falls Du also keine Elefanten in Deinem Garten haben möchtest, bau Dir einfach einen Steingarten. Was ich auch sehr interessant gefunden habe: Die Elefanten trinken nur frisches Wasser. Das heisst, sie suchen bei einem Wasserloch immer die Quelle auf und trinken dort ihr Wasser.


Entdeckt wurde Etosha übrigens vom schwedischen Naturforscher und Abenteurer Charles John Andersson, der mit zwei Begleitern 1851 die Senke erreichte. 



Dienstag, 16. April 2024:


Die letzte Nacht war für mich etwas kurz. All die schönen Eindrücke mussten noch verarbeitet werden. Und ohne das Internet, welches hier nirgends zu funktionieren scheint, konnte ich mich auch nicht mir Dir austauschen. Also hiess es bald wieder Aufstehen, es ist 5.15h, Frühstück gibt es um 6h und danach direkt und ohne Mauzen zu unserem heutigen, sehr erfahrenen Guide Jackson. 

Um diese Tageszeit ist es auch hier Namibia frisch (ca. 12°C)  und wir sitzen mit langen Hosen, Jacken und Wolldecken zugedeckt im Jeep (ja ohne Verdeck).


Eine lustige Zwischengeschichte: In dieser Gegend lebt der Webervogel. In jungen Jahren entscheidet er sich, ob er ein sozialer oder ein asozialer Webervogel sein möchte. Möchte er als sozialer Webervogel sein Leben führen, wird er mit bis zu 125‘000 anderen Artgenossen in einem riesigen Nest wohnen. Ja das ist wirklich wahr. Das grösste gefundene Nest dieses Vogels wurde von über 125‘000 Webervögeln bewohnt. Ich finde, das zeichnet wirklich einen sehr sozialen Vogel aus. Für mich ist das wohl eher nichts🤷‍♀️

Der asoziale Webervogel jedoch zieht alleine seine Runden am Himmel und wohnt in einem Einzimmer-Nest.


Ein anderer lustiger Vogel, von dem ich Dir erzählen möchte, ist der Buschpolizist. Er pfeift seine paar Töne und warnt mit diesen Lauten andere Tiere vor drohenden Gefahren, wie Löwen, Menschen, Nashörner oder was auch immer für den in seiner Umgebung zugegeben Tier eine Gefahr darstellen könnte. Ist dies zum Beispiel ein Löwe diese Gefahr, fliegt der Buschpolizist in den Himmel hoch um wie ein Pfeil wieder herunterzufliegen bis auf 10cm vor den Kopf des Feindes. Dort stoppt er abrupt und fliegt seiner Wege. So kann er seinen Gefährten den genauen Standort des Feindes anzeigen. Als Dank für diese nützlichen Dienste darf der Buschpolizist bei den Nashörnern die Flöhe vom Fell picken. Eine Hand wäscht die andere😊


Der Oryx, das Nationaltier von Namibia, hat eine installierte Kühlung in seiner Nase. Das bedeutet, dass das Blut, bevor es das Gehirn erreicht, bis 45°C Differenz abkühlen kann. Auch setzt sich das Oryx beim Toilettengang wie ein Mensch hin. Das habe ich mir nicht aus der Nase gezogen, gell, das ist alles weitergegebenes Insiderwissen von unserem Guide.


Bei all diesen Informationen habe ich fast vergessen Dir mitzuteilen, dass uns auch das Nashorn heute über den Weg gelaufen ist. Ruhig und gemütlich ist es seinen Pfad entlang spaziert.


Zur Auflockerung zwischendurch eine Quizfrage. Ist das Zebra schwarz mit weissen Streifen oder weiss mit schwarzen Streifen?


Es ist schwarz mit weissen Haaren. Das Zebra ist ein Tier, welches fast nie krank wird. Das schwarz/weiss seines Felles bis hin zum Kamm verwirrt alle Krankheitserreger und sie fliegen beim Zebra vorbei.


Es fasziniert fast stündlich aufs Neue, dass Nichts dem Zufall überlassen ist in der Tierwelt (und wahrscheinlich auch in der Pflanzenwelt). Die Streifen, die Grösse, die Farben usw. nichts ist zufällig, alles dient einem Zweck.


Auf unserem heutigen Ausflug sind wir auch an Elefantenknochen vorbeigefahren. Die Elefanten, welche spüren, dass sie bald sterben werden, verlassen die Herde, lassen sich von der Herde zurückfallen. Ich dachte bis heute, dass die Elefanten das machen um alleine in Ruhe sterben zu können. Aber nein, sie machen das um der Herde, ihrer Familie, die Trauer des Abschieds zu ersparen. Elefanten trauern sehr stark, wenn ein Herdenmitglied stirbt. Sie streichen mit dem Rüssel über das gestorbene Tier und kehren rund 1 Jahr nach dem Todestag wieder genau an den Platz zurück.


Auch den Anblick eines Gudu-Bullen dürfen wir am Wasserloch geniessen. Er hat sehr schönes, grosses Geweih. Eine Umdrehung am Geweih dauert zwei Jahre. Nach drei Umdrehungen fängt dann der Hals mit dem Wachstum an, er wird dicker um das Gewicht des Geweihs tragen zu können.


Wir haben im Verlauf des heutigen Tages verschiedene Wasserstellen besucht und wunderbare Tierbegegnungen mit Ehrfurcht und Staunen genossen. Die Fotos sende ich Dir nachfolgend.


Spätestens zum Sonnenuntergang müssen wir den Park wieder verlassen und zurück zum Camp fahren.


Nach so einem wiederum heissen Tag mit den unglaublichen Eindrücken bin ich einfach nur noch erledigt und froh im Camp zu sein. Mein Reisegrüppchen entscheidet sich vor dem Sundowner einen Sprung in den Pool zu wagen. Ich jedoch nehme eine kalte Dusche und mache mich einmal mehr auf die Suche nach dem Internet. Das kann dauern. Wie der Afrikaner sagt: Die Schweiz hat die Zeit gemacht, der Afrikaner hat sie. In diesem Sinne wünsche ich Dir bis zum nächsten Treffen alles Gute und sende liebe Grüsse aus Namibia😘



Mittwoch, 17. April 2024:


Tag 5_17. April 2024

(Ca. 180 km, Fahrzeit ca. 3 Std.)

Mushara Bush Camp


Hallöchen mein Freund

Das Internet funktioniert, wieder einmal mehr, nicht Alle müssen die örtlichen Auslagen mit Bargeld bezahlen. Wir legen zusammen, damit es reicht. Namibische Dollar hat man ja nicht unendlich im Portemonnaie. Jetzt da ich hier im kleinen Shop endlich das passende Souvenir für meinen Sohn gefunden habe, kann ich es nicht kaufen. @lukas: ich gebe nicht auf 💪 Na ja, vielleicht kommt noch ein besseres Geschenk.


Heute haben wir eine lange Fahrt vor uns, entlang des östlichen Etoshaparks. Es werden hitzige Stunden vergehen bis wir unser nächstes Ziel erreichen. Leider kann ich während der Autofahrt weder Lesen noch Schreiben, weil es mir übel wird, sonst hätte ich während dem Transit so schön Zeit Dir über meine Erlebnisse zu berichten.


Habe ich Dir übrigens vom Elefantenbullen erzählt, der uns auf dem Weg begegnet ist? Die Elefanten benutzen immer dieselben Wege, Pfade um zu ihrem Ziel zu gelangen. Da gibt es kein Wenn und Aber. Heute jedoch stand unser Jeep auf diesem Weg, schliesslich wollten wir den schönen Bullen aus der Nähe beobachten. Der Elefant jedoch schaut uns kurz an, läuft geradewegs auf uns zu und wackelt einmal mit den Ohren. Das war seine erste Warnung an uns sofort Platz zu machen. Unser Guide Jackson, der übrigens die Körpersprache der einheimischen Tiere zu unserem Glück bestens kennt, startet den Motor, schaltet den Rückwärtsgang ein und innerhalb weniger Sekunden setzen wir mit dem Auto zurück. Umgehend passiert der Bulle den Weg. Er hätte noch eine kleine zweite Warnung abgegeben, dann jedoch hätte der Elefant das Auto gerammt. Wir waren alle mucksmäuschenstill. Ein intensiver, einprägender Augenblick.


Wir machen Halt bei der Etoshapfanne, die  180x60 km gross ist. Wir geniessen den Anblick einer grosse Herde Zebras in der Nähe.


Auch begegnen wir einem jungen Löwen, der alleine unterwegs ist. In zirka 2 Jahren wird er sich ein Rudel erkämpfen.


Ein kleine Zwischengeschichte; die muss jetzt einfach Platz haben. Ich sitze hier etwas erhöht über den Ufern des Flusses und habe eine atemberaubende Aussicht. Auf der gegenüberliegenden Flussseite liegt Angola. Dort erspähe ich gerade eine kinderreiche Gruppe Frauen, welche ihre Wäsche im Fluss macht. Das sieht für mich aus der Ferne sehr idyllisch aus. Wenn ich mir jedoch vorstelle, dass sich in unmittelbarer Nähe dieser Menschen Krokodile und Nilpferde oder auch Schlangen tummeln, kann ich fast nicht mehr hinschauen. Weisst Du was, kehren wir wieder zurück zum Wasserloch. Das kommt mir jeweils so vor, wie ein Treffpunkt, Dorfplatz der Tiere.


Mehrere Herden Zebras warten zwischenzeitlich bis die Einte oder andere Herde fertig mit Trinken oder Baden ist. An einem anderen Wasserloch warten sogar alle durstigenTiere, mit gebührendem Abstand, bis die Reihe an ihnen ist. Das hat seinen guten Grund: Eine Hyänendame ist gerade im „Spa“ und geniesst das kühle Nass. 


Straussenfamilie mit zwei kleinen


Auf der Weiterfahrt begnegt uns noch eine Straussenfamilie mit zwei kleinen Straussen.


Kannst Du das glauben? Bis heute haben wir tatsächlich bereits über 100 Giraffen gezählt, welche uns begegnet sind.


Den heutigen Tag, Mittwoch, 17. April 2024, werden sich wohl viele meines Reisegrüppchens fett im Kalender anstreichen. Wir haben gefühlt den Lottosechser geknackt. Wir haben einen Leopard gesichtet, gefunden und ihn aus nächster Nähe minutenlang beobachten können. Was für ein prachtvolles, schönes Tier das ist. Unfassbar und wiedermal ergreifend. Die Gefühle, die einen erfassen, beim Anblick dieser schönen Tiere, welche hier in absoluter Freiheit ihr Leben geniessen dürfen, sind einzigartig und werden mich hoffentlich noch lange an diese Momente denken lassen.


Das Tagesziel Mushara Bush Camp ist erreicht. Wir stellen unser Gepäck in die Busch-Zimmer (keine Fenster, nur Netze), setzen uns ums Lagerfeuer und feiern diesen wiederum erfolgreichen, superschönen Tag mit einem Glas Champagner. So ein paradiesischer Moment, den ich mit tollen Menschen geniessen durfte. Danke🥰



Donnerstag, 18. April 2024:


Tag 6_18. April 2024

(Ca. 410km; Fahrzeit ca. 4-4.5 Std.)


Mein lieber Wörterdiebleser*in

Manchmal muss ich mich selber an den Haaren nehmen und mich daran erinnern, dass ich hier in einem 3.Weltland umherreise und meine Erwartungen zurückschrauben muss. Ich kann von mir selber sagen, dass ich eigentlich ein genügsamer Mensch bin, der nicht viel Luxus fürs Leben braucht. Internet, Telefonnetz, WLAN etc. das Alles gehört zum Luxusleben, zur 1. Welt. Aber genau das fehlt mir. Die Zeiten, welche ich die Fotos des Tages auf die Cloud laden kann oder den Text für den Wörterdieb abspeichern kann sind rar und das fehlt mir. Das ist jedoch Peanuts und ich weiss, Du verstehst es, wenn ich nicht tagesaktuell schreibe.


Vor der Stadtgrenze zu Rundu müssen wir unsere  Sandwiches essen, ob wir Hunger haben oder nicht. Man darf kein Fleisch über die Regionsgrenze mitbringen wegen Krankheiten. 


Wir machen einen Stopp bei einer Dorftöpferei und bewundern die handwerklich geglückten, schönen Töpfe und Schüsseln.


Die Kinder des Dorfes sind gerade vom langen Heimweg von der Schule angekommen. Wir schauen nach, welche Früchte wir noch in unserer Kühlbox haben und verteilen die gefundenen Orangen, Früchte sind für diese Familien hier viel zu teuer. 


Auf der Weiterfahrt begegnegt uns ein Esel mit einem Anhänger. Das Tier kennt den Weg von seinem Zuhause zu der Wasserstelle und läuft diesen mit den Wasserflaschen auf dem Anhänger tagtäglich ganz alleine. Ich habe für Dich ein tolles Foto geschossen, aber eben, wie Du weisst, kann ich es nicht hochladen. 


Die Häuser, also eher Hütten, die dem Strassenverlauf nach stehen, haben verschiedene Formen je nach Stamm, welche beim aktuellen Ort ansässig ist. Die Herero‘s haben zum Beispiel viereckige Hütten. Ein anderer Stamm hat runde Hütten. Dieser Stamm hat den (Aber-)glauben, dass sich der Teufel in einem rundem Raum nicht verstecken kann.


Um uns die Zeit, während der etwas öden Überlandfahrt zu vertreiben entschliessen wir uns Musik zu hören. Heute darf Fernando seine Playlist abspielen. Unter uns gesagt, ich bin froh, sind Fernando und ich am Abend noch befreundet gewesen, fast wäre ich aus dem Auto gestiegen und per Anhalter weitergereist😂. In Sachen Musik haben er und ich differenzierte Geschmäcker. Schön ausgedrückt, gell.


Nach über sechs Stunden Fahrzeit werden wir kurz vor dem Ziel von der Strasse geholt. Eine Strassensperre wurde aufgestellt und ein Polizist weist uns an die Strasse zu verlassen und am Wegrand zu warten. Wir warten und warten und warten. Kein einfaches Unterfangen bei Temperaturen von knapp 40° Grad in einem Fahrzeug mit 6 durstigen Erwachsenen rumzusitzen.


Schliesslich erfahren wir, dass der hiesige Präsident diese Strasse passieren wird. Aber wann das sein wird… ? 



Erschöpft, müde, verschwitzt kommen wir bei der Kaissosi River Lodge an.


Liebe Grüsse an Dich

Ich habe erfahren, dass es bei Dir geschneit hat🙄 Typisch April in der Schweiz. Hier ist es übrigens Herbst.


Leider habe ich nach wie vor nur kleine Zeitfenster Internet und die verpasse ich meistens. Deshalb erfahre ich Neues nur vom Hörensagen, Buschtelefon😂


Fahrt zum dichtesten besiedelten Teil Namibias; an den Okavango-Fluss. Unterwegs treffen wir malerische Rundhütten, die von den Einheimischen des Kavango Stammes bewohnt werden.


Auf der anderen Seite des Flusses liegt Angola.


Zum Sonnenuntergang ist eine Bootsfahrt geplant.

Wir treffen auf Nilpferde, Kinder, welche mit der Fähre den Nachhauseweg von der Schule antreten, riesige Krokodile, welche im Schilf liegen, schöne Vögel und geniessen die einzigartige Atmosphäre auf dem Fluss. Nach einer interessanten Fahrt kommen wir in den Genuss eines kleinen Apéros bei einem Zwischenstopp an Land. Ganz so wohl ist es wahrscheinlich keinem von uns. Überall könnten sich Schlangen im Gras verstecken, die Hippos hätten die Möglichkeit mit fast 70 km/h auf uns zuzustürmen und andere Gefahren lauern hier, welche ich zum Glück nicht alle kenne.


Die Nacht in dieser romantischen, aussergewöhnlich schönen Lodge wird kurz für mich. Um 3h früh bin ich bereits wach und warte bis um 4.30h endlich das Tagesprogramm startet. Bis bald und liebe Grüsse aus dem spannenden Land Namibia.


Freitag, 19. April 2024:


Tag 7_19. April 2024

180km; Fahrzeit ca. 2 Std.)

RiverDance Lodge

(Inkl. Bootsfahrt)


Die Region, welche wir in den nächsten Tagen besuchen gehört zur 3. Welt; sehr arm. Eigentlich ist das ganze Land wirtschaftlich der dritten Welt zugeordnet, der östliche Teil ist jedoch besonders von Armut betroffen.


Etwas Poitik gefällig?  Nur 7 % Prozent von Afrika gehört tatsächlich den Afrikanern. Es herrscht moderne Kolonialisierung. Die Politik auf allen Seiten, ob West oder Ost verkauft oder besser gesagt "verscherbelet" Afrika. 

Aber ich möchte hier keinen politischen Diskus auslösen, wir können gerne mal unter vier Augen philosophieren.


Wow wir haben nun die erste Woche bereits hinter uns. Gott sei Dank sind wir alle gesund und munter und wir sind immer noch befreundet;)

Danke an Euch Alle, mein Reisegrüppchen, Ihr seid toll🥰


Wir machen eine „Fussvertretpause“ und halten am Strassenrand kurz an. Es spazieren viele, viele Kinder in hübschen Uniformen vorbei. Sie besuchen die öffentlichen Schule, welche von der Regierung zur Verfügung gestellt wird und meistens kilometerweit entfernt von ihrem Zuhause liegen. Die Uniformen, die Bücher, Papier, Bleistifte etc. müssen von den Familien bezahlt werden. Somit haben nicht alle Kinder die Chance eine Schule besuchen zu dürfen, nur zwei von zehn Kindern ist dies gegönnt. 


Wir stehen also einige Minuten neben dem Auto, strecken unsere Knochen und werden von einem Kinderpaar angesprochen, welches uns eine unfertige Schüssel zum Kauf anbietet. Nach einigen Minuten kommen die Nachbarn der Kinder zu uns und bieten uns einige schöne Produkte ihrer Handwerkskunst an. Wir kaufen ihnen zwei Schüsseln ab und fragen, ob wir ihr einen Blick auf ihr Zuhause werfen dürfen. Und was meint ihr? Ja, wir dürfen ihr bescheidenes Stück Land betreten und die drei Strohhütten bestaunen. Staunen heisst sich wundern, wie eine ganze Familie mit Tanten, Eltern, Kindern, Hund und Hühnern auf so wenig Quadratmetern leben bzw. überleben kann. Wir fragen höflich, ob wir ein paar Fotos machen dürfen. Voller Stolz stellt sich die ganze Familie vor ihrem Haupthaus, da wo die Eltern wohnen, auf. Wir zeigen den Kindern das Resultat der Fotoaufnahme. Sie sind ganz entzückt, staunen und lachen fröhlich darüber sich selber zu sehen.


Wir bedanken uns nochmals bei der Familie und fahren, jeder in seinen eigenen Gedanken versunken, weiter.

 

Unser Weg führt uns weiter ostwärts zum Caprivi. Wir sehen Strohhändler, die entlang der Strasse Strohgarben für den Dachbau der Hütten verkaufen. Unsere nächste Lodge liegt inmitten alter Bäume direkt an der Uferpromenade des Okavango. Zum Sonnenuntergang unternehmen wir nochmals einen unvergesslichen Bootsausflug. Die beiden Ufer des Flusses verbindet eine Fähre, welche die Schulkinder nach Hause bringt. Übrigens liegt am linken Flussufer bereits Angola. 


News von der Tierwelt: Die meisten Vogelnester hier besitzen einen „Notausgang“. So kann das Weibchen flüchten, falls beim Haupteingang eine Schlange reinkommen möchte


Auf unserer Bootsfahrt sind wir auch Flusspferden, Hippos, begegnet. Diese riesigen, eigentlichen noch herzigen, Tiere können 40 km/h unter Wasser laufen und an Land bis zu 60 km/h. Eines der Nilpferde hat einmal geschnaubt. Dies diente als Warnung, dass wir ihm zu Nahe sind. Also gab unser Bootsführer Vollgas und schaute, dass wir wegkamen.


Zurück auf dieser einmaligen Lodge, welche wir heute geniessen dürfen, wird uns ein ausgezeichnetes Nachtessen serviert. So richtig typisch afrikanisches Menu: Capuns🤓

Nein, das ist kein Scherz. Und es waren die besten Capuns, die ich seit Jahren gegessen habe. 

Der Lodgebesitzer ist ein Schweizer, ehemals Konzernmanager aus dem Berneroberland. Das erklärt den eidgenössischen Speiseplan. Am nächsten Tag war es nämlich „Härdöpfelstock“.


Dieser Lodgebesitzer unterstützt nebenbei noch Schulen, Kindergärten, Wasserprojekte uvm. Wir entschliessen und dieser Sache morgen Samstag näher auf den Grund zu gehen. 


Ich melde mich also morgen wieder bei Dir.


tschüüss aus Namibia





Samstag, 20. April 2024


Tag 8_20. April 2024

(40km; Fahrtzeit ca. 45 Min.)

RiverDance Lodge


Heute ist wiedermal richtig Ausschlafen angesagt: Tagwach ist 4.30h. So richtig Ferienfeeling, denke ich mir🙄. Aber was soll‘s. Höchst wahrscheinlich habe ich nur diese einmalige Chance dieses Land etwas erkunden zu dürfen. Also aufstehen und los gehts. Abfahrt ist um 5.30h. Es geht zuerstmal in den Buffalopark, welchen wir um sechs Uhr bereits erreichen. Die beste Zeit Tiere zu beobachten ist nun mal frühmorgens. Heute zeigen sich uns Nilpferde, Wasserbüffel, Löwen und Strausse.


Danach fahren wir zum Mahango Wildpark. Dieser Park gehört zu den schönsten Parks in Namibia mit interessantem Wildvorkommen.


Die Elefanten hier, im 2. Park, haben Stosszähne, weil der Boden hier kalkhaltig ist. Andere Arten der Elefanten, welche zB südlicher leben und der Boden eine andere Zusammensetzung aufweist, haben keine Stosszähne.


Weisst Du, dass eine Gruppe innerhalb so kurzer Zeit das Glück hatte die Big Five zu sehen, das hat sogar unser Guide in den letzten 20 Jahren noch nie miterlebt. Wir sind wirklich seine Glückstruppe, so nennt er uns zwischenzeitlich.


Ich sitze hier in einer einzigartigen Umgebung, die beruhigende Stille und eine sehr positive Auswirkung geniesse ich mit jedem Atemzug. Die vielen Eindrücke, die hier einem an einem Tag auf einem einprasseln sind kaum in Worte zu fassen. Wahrscheinlich vergesse ich einiges, aber weisst Du was, ich erzähle Dir gerne zu Hause mehr darüber. 


Auf dem Weg durch den Park fahren wir auch an einem Büffelkopf vorbei, ein Totenschädel und an vielen, von den Elefanten zerstörten Bäumen. Rund um die Stämme dieser Bäume haben die Bewohner Steine niedergelegt und versuchen auf diese Weise, die Elefanten fernzuhalten. Das ist natürlich ein schwieriges Unterfangen bei diesen vielen Bäumen in diesem unglaublich grossen Park.


Kleiner Zwischenstand aus Namibia: Wir haben bis heute 1700 km gefahren.


Für unseren heutigen, über achtstündigen Tagesausflug, haben wir von der Lodge Lunchpakete mitgenommen. Bei diesen hohen Temperaturen und der Aussicht keine sanitäre Einrichtung anzutreffen blieb viel Essen übrig. Dieses haben wir zusammen mit Früchten an eine Gruppe Kinder, welche am Wasserflaschen nach Hause tragen waren, verteilt.


Vielleicht, vielleicht klappt ja das Foto hochladen bald einmal und Du kannst das Leuchten und Strahlen in den Kinderaugen erkennen.


Viel Freude auch mit den Tierfotos☺️




Sonntag, 21. April 2024


Tag 9_21. April 2024

(Ca. 260km; Fahrzeit ca. 3 Std.)

Namushasha River Lodge


Hallo mein lieber😊

Wie ich Dir gestern geschrieben habe, dürfen wir heute vor unserer Weiterreise spontan von Chris unterstützte Projekte besichtigen.

Auch entscheiden wir uns einen kurzen Blick in einen Gottesdienst zu werfen.


Es ist ein Gottesdienst einer Freikirche, der jeden Sonntag von 9-12h stattfindet. Man kann kommen und gehen, wann man will. Mit der eingenommenen Kollekte wird zB der Strom der Gemeinde bezahlt. 

Wie soll ich Dir die Kirche beschreiben, damit Du dir das in etwa vorstellen kannst? Fotografieren durften wir verständlicherweise nicht. Stell Dir einen grossen Raum vor, keine Bilder, keine Kerzen, absolut leere Wände. Die Bänke waren hingestellte runde, unbehandelte Baumstämme. Rechts hinten stand ein junger Mann am Keyboard und begleitete die Sängerin. 

Mehr war nicht im Raum, es hätte auch kein Platz gehabt, denn die Kirche war gefüllt mit Liebe, Stolz und Freude.


Als mein Reisegrüppchen die Kirche  betrat, wurden wir mit offenen Armen und Herzen empfangen. Wir waren mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die ersten ausländischen Besucher in einem dieser Gottesdienste. Der Priester bot uns an, mitzumachen, mitzusingen falls wir dazu gewillt wären. Die einfach aber sehr elegant gekleideten Damen in der ersten Reihe räumten ihre Sachen zusammen und luden Börni und mich ein in die erste Reihe zu kommen. So standen wir nun in dieser Kirche irgendwo mitten im Busch unter Kleinkindern, jungen Männern und Frauen und lauschten der schönen Stimme der Sängerin. Alle sangen mit, klatschten, bewegten sich im Rhythmus. Es waren berührende Minuten und einmal mehr eine unvergessliche Begegnung. 


Wir fahren weiter, vorbei an einem Grümpelturnier. Spontan machen wir einen Halt und schauen eine Weile dem Penaltyspiel zu.

Wahrscheinlich halten uns die zahlreich erschienen Zuschauer und Fans für Talentscouts, so wie sie uns mit ihrem schwarzen, schönen Augen beobachten.


Nach diesem sportlichen Zwischenhalt erreichen wir bald mal die Schule, welche Chris erwähnt hat. 

Hier wurde eine neue Küche, Toiletten und Duschen für die über 600 Schüler gebaut.

Weil die Kinder meist sehr weit weg wohnen, gibt es sowas wie einen Mittagstisch.

Jeden Mittag kommt ein anderes Elternpaar zum Mittagessen kochen.


Ein Zimmer dient als Reserve für Übernachtung, falls ein Kind mal nicht nach Hause kann, weil es schon zu spät ist.


Ein Blick in ein Schulzimmer werde ich Dir in einem der nachfolgenden Fotos gewähren. Viel gibt es dazu nicht zu sagen, ausser, dass man von blossem Auge erkennen kann, dass Unterstützung dringend nötig ist. 



Wir überqueren den Okavango und fahren weiter durch den Bwabwata Park bis zu unserer Lodge, welche auf der Ostseite des Kwando-Flusses liegt.


Der Park wurde 2007 als Zusammenschluss des Caprivi-Nationalparks und des Mahango-Nationalparks proklamiert. Der Caprivi-Nationalpark wurde bereits 1968, der Mahango-Nationalpark 1986 gegründet. Lange Zeit waren hier südafrikanische Truppen stationiert, die Rebellen im angrenzenden Angola verfolgten.[1]

Am 29. November 2013 stürzte eine Embraer 190 auf dem Linhas-Aéreas-de-Moçambique-Flug 470 auf dem Weg von Maputo nach Luanda im Bwabwata-Nationalpark ab. Bei dem Absturz starben alle 33 Personen an Bord.


Damit Du ungefähr weisst, wo ich mich zurzeit befinde:


 


Nach kurzer Dusche gehts weiter mit einer Bootsfahrt. Wir dürfen eine Grossfamilie Hippos bewundern, viele schöne Vögel, ein Antilopenpaar uvm. 


Leider ist die heutige Unterkunft nur eins: schmutzig. Näher ins Detail möchte ich jetzt nicht gehen. Nur soviel, ich weiss, dass wir heute Abend noch alles mögliche in Bewegung setzen werden, um hier an diesem Ort nicht wie vorgesehen zwei Nächte verbringen zu müssen. Einfach ist gut, aber unhygienisch geht gar nicht.

Und du darfst mir glauben, du kennst mich gut genug: ich bin nicht heikel.


Pfuus guet🥱

Montag, 22. April 2024


Tag 10_22. April 2024

Bwabwata Nationalpark

Namushasha River Lodge


Übrigens durften wir, 2 Paare, heute die Zimmer wechseln. Klar, es schleckt keine Geiss weg: Wir sind verwöhnte Schweizer. Ich bin jedoch nicht bereit alle Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten und zu beachten nur um dann eine Krankheit von Bettflöhen oä heimzutragen.


Nach etwas mehr als einer Woche unterwegs, ist es jetzt also soweit, dass ich nachts, wenn ich mal auf muss, das Navi benötige um zu wissen, wo ich bin. 


Heute darf ich nicht vergessen, alle eingepackten Schuhe in einen separaten Beutel einzupacken. Zum Glück sind das nur Turn-, Wanderschuhe und Flip Flops. Weil wir morgen die Grenze nach Botswana überqueren wird zur Vorbeugung der Übertragung der Maul- und Klauenseuche in Namibia verlangt, dass alles, was den Boden berührte (Autoräder, Schuhe) vor Grenzübertritt mit einem undefinierbaren Flüssigmittel entgiftet wird. 


Ich kenn bereits den Unterschied von Büffel- zu Elefantendung☺️ wie ich dieses neuerworbene Wissen zu Hause umsetzen kann, weiss ich aber noch nicht😂 man weiss ja nie, welche Pläne das Leben mit einem hat.

 

Mich verwundert, dass unser Guide Jean, der 2m Hünne, so ein Vogelliebhaber und -kenner ist.

Ein Elefantenkenner würde eher zu ihm passen.


Heute geht es auf eine Wildbeobachtungsfahrt im Bwabwata Nationalpark. Die Region um den Kwando Fluss gilt als die Gegend mit der höchsten Konzentration von Elefanten im südlichen Afrika (@muus: hoffe, ich bechom es paar z‘gseh und  denke fest a Dich). 


Wir sehen Giraffen, Nilpferde, Zebras, Warzenschweine, Empalas, Ameisenlöwe, Elefante


Am Nachmittag machen wir es uns am Pool gemütlich. Endlich mal 2 Std Pause.


Heute müssen wir unser namibisches Geld noch ausgeben. Viel ist es nicht, aber zu Hause können wir das Geld nicht umtauschen. Mal schauen, ob ich irgendwo noch ein kleines Souvenir finde.

Wir besuchen ein "Museum". Hier werden für die nächsten Generationen alte Traditionen, Handwerkskünste bewahrt und gelehrt. 

Die Damen, welche aus dem Nachbarsdorf kommen, erklären uns einige interessante Lebensweisen, zeigen uns Arbeitsgeräte, Tierfallen etc und tanzen und singen für uns. Schon ist geklärt, wohin die restlichen Namibia Dollar fliessen.



Dienstag, 23. April 2024


Tag 11_23. April 2024

(Ca. 260km; Fahrzeit ca. 3 Std.)

Zovu Elephant Lodge

Inkl. Bootsfahrt

Zum Chobe-Fluss


Ich habe jetzt bald eine Überdosis Frischluft, das Bootsbrevet von den vielen Flussfahrten und langsam aber sicher Sehnsucht nach meiner Familie zu Hause.


Wie ich Dir ja bereits gesagt habe, fahren wir heute weiter nach Botswana. An der Grenze werden wir uns von unserem Guide verabschieden. Er teilt uns noch mit, dass er uns, seine wie er uns nannte "Glücksgruppe" im 2025 in der Schweiz besuchen möchte. Wir alle würden uns sehr darüber freuen.


Beim letzten geneinsamen Frühstück lassen wir die gemeinsam verbrachten, schönen Tage nochmal Revue passieren. Diesen Augenblick unserer Unaufmerksamkeit nutzt ein Äffchen aus, springt frech auf unseren Tisch, schnappt sich eine Handvoll Zuckerpackungen und verzieht sich blitzschnell auf den nächsten Baum. Dort verzerrt er genüsslich den Zucker mitsamt Packung.


Kurze Zwischeninfo:

Gefahrene Kilometer Stand heute: 2180 km.


Unser ökologischer Fussabdruck zeichnet uns nicht aus, wir werden dies jedoch mit Unterstützung irgendeiner Form eines sozialen Projektes in Namibia ein wenig zu mindern versuchen sobald wir zu Hause sind.


Die Bewohner in dieser Region besitzen keine Briefkasten. Sie bekommen ja keine Stromrechnungen oder dergleichen und die Gebühr für ein Postfach können sie sich nicht leisten.


Wir fahren vorbei an "open"-Metzgereien. Das sind Holzstände am Strassenrand, an welchen das Fleisch unter glühender Sonne unverpackt zum Verkauf angepriesen wird. Ich glaube, da würde ich jetzt nicht einkaufen gehen. 


An einem Coffeeshop bei Katima Mulilo verabschieden wir uns von Jean. Leon wird uns auf einer 2.5 stündigen Fahrt durch Botswana Richtung Fluss fahren.


Am Grenzübertritt  wurden unsere Schuhe nicht gross kontrolliert. Nur diejenigen, welche wir trugen, mussten durch ein kleines undefinierbares Wasserbad. Danach ab zur Passkontrolle.

Für meinen Toilettenbesuch musste ich auf Anweisung des Personals um das Gebäude laufen. Als folgsame Schweizerin machte ich genau das und wurde prompt vom einem sehr dunkelhäutigen Militäroffizier zum Anhalten gebeten (eher befohlen). Er zitierte mich zu ihm, beäugte mich, fragte nach meinem Vorhaben und liess mich dann gewähren.


Kaum im Nationalpark angekommen, begrüssen uns bereits Tiere: Elefanten, Giraffen, Zebu, Truthähne.


Unser nächster Stopp liegt auf einer kleinen Insel vor Botswana, gehört jedoch zu Namibia. Das heisst auf gut Deutsch, Achtung aufgepasst: Jedesmal, wenn Du aufs Festland möchtest, sei es zum Einkaufen, touristische Aktivitäten fährt man mit dem Boot 15 Minuten zur namibischen Grenzkontrolle mit Pass und ausgefülltem Formular, weiter mit dem Boot ca 20 Minuten bis zum botswanischen Festland, wieder Grenzkontrolle, Eintrag in den Pass und dasselbe in grün bei der Rückkehr. 


Eine Transferfirma fährt uns nach Kasane in Botswana, wo beim Kasane Immigration Office bereits ein Vertreter der Zovu Elephant Lodge auf uns wartet.


Endlich haben wir alle benötigten Stempel in unseren Pässen.


Peter, der Lodgebesitzer empfängt uns. Er wurde hier geboren  und lebt mit seiner Frau Esther, geborene Deutsche, hier. Peter begleitet uns auf der Bootsfahrt bis zur Lodge.


Nach einer kurzen Bootsfahrt erreichen wir die Lodge auf einer Insel im Chobe Fluss. Das ganze Team der Lodge empfängt uns samt Hund Flocky mit einem einheimischen Willkommenslied.


Wir bekommem ein kleines Mittagessen, quetschen Peter nach seinem Leben aus danach geht es kurz aufs Zimmer um uns frisch zu machen. Wir teilen unser grosszügige Loft mit Marc und Börni, üben quasi für unsere Alters-WG😂.


Am Nachmittag unternehmen wir eine Bootsfahrt.

Elefanten, Krokodile, Wasserbüffel, Vögel alles scheint hier in Frieden nebeneinander zu leben. Die Elefanten, welchen wir auf diesem Ausflug begegneten waren höchstens 10m von und entfernt.. ein einzigartig wunderschönes Erlebnis. Auch Qudus und exotische Paparazzivögel erspähen wir.


Ooh mein Gott😱 wir begegnen dem Hero der Krokodile. Es ist geschätzte 60 Jahre alt und riiiesig. Ich habe es mit dem Feldstecher noch näher betrachtet, sein Zahnfleisch, die Zähne alles bis ins Detail gesehen. Dieser Anblick wird mir bestimmt eine schlaflose Nacht bescheren.


Soo schön, ein Elefant der bei Sonnenuntergang durch dem Park spaziert. Wunder-, wunderschön😍

Kein Foto derWelt kann diesen einzigartig schönen Anblick wiedergeben. Die Emotionen, die ich in diesen Augenblicken empfinde sind für mich auch als Schreiberling schwer zu definieren. Ich weiss, dass die Welt still zu stehen scheint, nur der Elefant und ich scheinen zu existieren, ein riesiges warmes Gefühl der Dankbarkeit breitet sich in mir aus.


Dieses stundenlange Sitzen beim Autofahren fordert bei mir seinen Tribut. Wenn mein Hinterteil so geschwollen wäre, wie meine Fesseln nach so einem langen Tag, bekäme ich eine Auszeichnung für den grössten natürlichen Brasil-Po😂.


Bis morgen😘



Mittwoch, 24. April 2024


Tag 12_24. April 2024

Zovu Elephant Lodge


Hoi mein lieber Leser*in


Heute steht eine Wildbeobachtungsfahrt im Chobe National Park an. Die Fahrt entlang des Flussufers verspricht zahlreiche Tierlebnisse, denn es gibt etwa 80‘000 Elefanten, zahlreiche Flusspferde und tausende Büffel.


Am Nachmittag, Überraschung😉, erneut eine Bootsfahrt.


Etwas Theorie für Dich zur Einstimmung in den Chobe National Park:


Der Chobe-Nationalpark (Chobe National Park) ist ein Nationalpark in Botswana. Er wurde 1967 als erster Nationalpark des Landes kurz nach dessen Unabhängigkeit gegründet. Im Gebiet des Parks existierte eine größere Siedlung, die nach und nach verkleinert wurde. Seit 1975 leben keine Menschen mehr im Park. Durch Erweiterungen in den Jahren 1980 und 1987 erreichte der Chobe-Nationalpark seine heutige Ausdehnung von 10.566 km². Zu seinem Ökosystem gehören auch das 2400 km² große Chobe-Waldreservat (Chobe Forest Reserve) im Norden, das 1200 km² große Kasane-Reservat im Nordosten und das Maikaelelo-Reservat im Süden mit 300 km². Der Nationalpark liegt auf 900 Metern Höhe über dem Meeresspiegel am Vierländereck von Namibias Caprivizipfel, Sambia, Simbabwe und Botswana.


Diese vier liebevollen Lebewesen sind mir in den letzten Tagen am meisten ans Herz gewachsen.

Ich bin mir nicht sicher, ob es endemisch ist aber schau mal selbst:


🥰


Mit dem Boot gehts wieder zur Grenze , wir verlassen kurz die namibische Insel und betreten Botswana. Jedesmal Papierkrieg, Passkontrolle, so wie ich es Dir bereits erzählt habe. Die Lodgebesitzer, welche für ihre Einkäufe in die Stadt fahren müssen, benötigen ca alle 3 Monate einen neuen Reisepass wegen der vielen Stempel.


Unterwegs begegnen wir einem Boot mit Lebensmittel: coop@home😂

 

Diesen Park verbinde ich mit negativen Gefühlen. So viele Autos werden reingelassen, dass teilweise Staus entstehen. Kein Wunder kann man  die Raubtiere hier aus nächster Nähe betrachten. Die Tiere sind sich an viele Besucher gewöhnt. Ich finde  es nur traurig.


Beobachten wir den Löwen beim Jagen oder jagen wir, Parkbesucher, den Löwen?


Wir sehen Paviane, Löwen, hunderte (!) Elefantenfamilien, Empalas, Vögel, Säbelantilopen🥰



Kurze Pause auf der Lodge und weiter gehts mit der letzten Bootsfahrt in diesen Ferien.

Kaum zwei Minuten auf dem Wasser erspähen wir bereits einen Elefanten.


Kannst Du das glauben: Genau am selben Ort wie gestern stand wieder ein Elefant bei Sonnenuntergang. Unglaublich schön dieser Anblick🥰 

Schau Dir dieses Bild an, National Geographie würdig👌


Morgen ist um 5.20h Tagwach. Ich sage Dir deshalb jetzt: Gute Nacht, pfuus guet🥱



Mittwoch, 24. April 2024


Tag 12_24. April 2024

Zovu Elephant Lodge


Hoi mein lieber Leser*in


Heute steht eine Wildbeobachtungsfahrt im Chobe National Park an. Die Fahrt entlang des Flussufers verspricht zahlreiche Tierlebnisse, denn es gibt etwa 80‘000 Elefanten, zahlreiche Flusspferde und tausende Büffel.


Am Nachmittag, Überraschung😉, erneut eine Bootsfahrt.


Etwas Theorie für Dich zur Einstimmung in den Chobe National Park:


Der Chobe-Nationalpark (Chobe National Park) ist ein Nationalpark in Botswana. Er wurde 1967 als erster Nationalpark des Landes kurz nach dessen Unabhängigkeit gegründet. Im Gebiet des Parks existierte eine größere Siedlung, die nach und nach verkleinert wurde. Seit 1975 leben keine Menschen mehr im Park. Durch Erweiterungen in den Jahren 1980 und 1987 erreichte der Chobe-Nationalpark seine heutige Ausdehnung von 10.566 km². Zu seinem Ökosystem gehören auch das 2400 km² große Chobe-Waldreservat (Chobe Forest Reserve) im Norden, das 1200 km² große Kasane-Reservat im Nordosten und das Maikaelelo-Reservat im Süden mit 300 km². Der Nationalpark liegt auf 900 Metern Höhe über dem Meeresspiegel am Vierländereck von Namibias Caprivizipfel, Sambia, Simbabwe und Botswana.


Diese vier liebevollen Lebewesen sind mir in den letzten Tagen am meisten ans Herz gewachsen.

Ich bin mir nicht sicher, ob es endemisch ist aber schau mal selbst:


🥰


Mit dem Boot gehts wieder zur Grenze , wir verlassen kurz die namibische Insel und betreten Botswana. Jedesmal Papierkrieg, Passkontrolle, so wie ich es Dir bereits erzählt habe. Die Lodgebesitzer, welche für ihre Einkäufe in die Stadt fahren müssen, benötigen ca alle 3 Monate einen neuen Reisepass wegen der vielen Stempel.


Unterwegs begegnen wir einem Boot mit Lebensmittel: coop@home😂

 

Diesen Park verbinde ich mit negativen Gefühlen. So viele Autos werden reingelassen, dass teilweise Staus entstehen. Kein Wunder kann man  die Raubtiere hier aus nächster Nähe betrachten. Die Tiere sind sich an viele Besucher gewöhnt. Ich finde  es nur traurig.


Beobachten wir den Löwen beim Jagen oder jagen wir, Parkbesucher, den Löwen?


Wir sehen Paviane, Löwen, hunderte (!) Elefantenfamilien, Empalas, Vögel, Säbelantilopen🥰



Kurze Pause auf der Lodge und weiter gehts mit der letzten Bootsfahrt in diesen Ferien.

Kaum zwei Minuten auf dem Wasser erspähen wir bereits einen Elefanten.


Kannst Du das glauben: Genau am selben Ort wie gestern stand wieder ein Elefant bei Sonnenuntergang. Unglaublich schön dieser Anblick🥰 

Schau Dir dieses Bild unten an, National Geographie würdig👌


PS: Diese vier liebevollen Lebewesen (unten abgebildet) sind mir in den letzten Tagen am meisten ans Herz gewachsen.

Ich bin mir nicht sicher, ob sie endemisch sind aber schau mal selbst.


🥰


Morgen ist um 5.20h Tagwach. Ich sage Dir deshalb jetzt: Gute Nacht, pfuus guet🥱



Ich halte Ausschau nach Dir😉 Freu mich auf unser Wiedersehen🥰
 Donnerstag, 25. April 2024
Tag 13_25. April 2024 Victoria Falls
Batonka Guest Lodge
Hallöchen
Wie üblich, damit ich nicht aus dem Rhythmus komme: 5.20h Tagwach, danach das Prozedere mit der Ausreise. Mit dem Boot zur Zollstelle Ausreise Namibia. Hier im "Zollhaus" erwartet uns die Putzfrau, welche kurzfristig zur Zollfachfrau mutiert. Der zuständige Postenoffizier schaut verdutzt über den frühen Besuch mit freiem Oberkörper aus dem Hinterzimmer. Vielleicht ist das die Erklärung, weshalb hier beim Grenübergang am Schalter eine grosse Schachtel Kondome liegt.😉

Weiter gehts auf dem Fluss zur Einreise in Botswana. Wir verabschieden uns von Peter, von der Elephant Lodge, und fahren mit dem Kleinbus Richtung Grenze Simbabwe. Was für ein Papierkrieg, unglaublich. Alles wird von Hand ausgefüllt. Touristenbusse kommen an, Lastwagen mit Güter zum Verzollen. Wir stehen in der bereits brütenden Hitze bis wir endlich durch den hiesigen Regenwald Richtung Victoria Falls fahren.
Wir deponieren kurz unser Geäck bei der hiesig gebuchten Unterkunft und weiter gehts.

Hier besuchen wir die weltberühmten Wasserfälle, wo riesige Wassermassen auf einer Breite von 1708m über eine 110m abfallende Felswand stürzen.
Dr. Livingstone gilt unbestritten als der erste Weisse, der, baff erstaunt, die Fälle zu Gesicht bekam - das war im November 1855. Mosi-o-tunya, donnernden Rauch, nannten die Bewohner der Gegend dieses Naturschauspiel.
Im Jahr 1904 wurde das erste Hotel vollendet - das berühmte Victoria Falls Hotel. In den 1960er Jahren kam dann der eigentliche Entwicklungsschub. Die Stadt Victoria Falls wurde zu einem internationalen Touristenzentrum, mit allem, was dazugehört.
Vic‘Falls war ein trubeliger Ort, dessen einziger Lebenssinn die Betreuung und Unterhaltung der Touristen zu sein schien. Die wegen der politischen Situation in Zimbabwe ausbleibenden und lieber nach Livingstone reisenden Touristen haben Vic’Falls ein Desaster beschert. Ganze Hotelflügel wurden geschlossen.

Nach einem 2-stündigem Spaziergang entlang der verschiedenen Aussichtspunkte verlassen wir den Park um die Mittagszeit und fahren zu unserer nächsten Herberge. Momentan habe ich das Gefühl, als ob in meinem Kopf kein einziges Plätzchen mehr frei ist für irgendwelche Eindrücke oder Erlebnisse.
Ich schicke Dir gerne ein paar Fotos von diesem gewaltigen Naturschauspiel.
Der Eintritt betrug übrigens 50US-Dollar🙄.

Die Herberge entpuppte übrigens sich als wunderschönes Hotel mit Pool.

 

Freitag, 26. April 2024


Tag 14_26. April 2024


Wow, was für ein tolles Gefühl. Ausschlafen bis 7.30h😂

Heute gibt es nicht viel zu erzählen. Wir fliegen weiter nach Johannesburg, wo wir eine Nacht bleiben werden. Morgen Abend geht unser Flug nach Hause😍.


Am Flughafen Vic Falls hat es zum Glück einige Shops vor Ort, denn unser Flug verspätet sich um 2 Stunden.


Der kurze Flug nach Johannesburg vergeht schnell, ein kleiner Snack wird serviert unter musikalischer Begleitung eines Kleinkindgeschreis. Ja, die Ohrenschmerzen beim Starten und Landen sind sehr schmerzhaft bei Kleinkindern😥.


Beim Aussteigen in Johannesburg, erwartet mich eine ganz andere Welt. Der Verkehr, der Lärm, die Lichter, Hektik am liebsten würde ich rechts umkehrt machen und wieder in den Cocon der Natur zurück.


Kurz vor 19h sind wir im Hotel Parkwood angekommen. Kurz duschen, Uber bestellen und ab zum Nachtessen.

In Johannesburg empfiehlt es sich nicht nach Einbruch der Dunkelheit zu Fuss unterwegs zu sein. 


Wir haben einen Tisch beim Restaurant „Proud Mary“ in der Innenstadt reserviert. Das scheint mir ein richtiges In-Restaurant zu sein. Die Besucher hier scheinen der gut verdienenden Schicht anzugehören, wenn man die Markenklamotten beachtet. Es ist ein schönes Restaurant mit toller Dekoration, aber seeehr laut. Die Konversation unter uns minimiert sich aufs Nötigste und wir geniessen einfach das „Rundherum“. 


Noch eine Nacht in Afrika. Tschüüss, 💤 


Samstag, 27.4.2024

 

Heute gibt es ein feines, letztes Frühstück in Südafrika, Johannesburg. Es ist eine kleine Rundfahrt durch die verschiedenen Bezirke der Stadt geplant. Jetzt nach 2 Wochen herumfahren, habe ich ausnahmsweise keine Lust mitzumachen und klinke mich aus. Klar, die Neugier über die historische Stadt ist vorhanden, aber meine Motivation nach fast 3000 km wieder in ein Auto zu steigen ist komischerweise irgendwie weg.

 

Ich nehme mir vor den Blog aktuell zu halten und, übel aber wahr, abzuschliessen. Die tollen, unvergesslichen Ferien neigen sich dem Ende zu. Heute Abend geht es mit einem Nachtflug direkt nach Zürich. Ich bin unendlich dankbar und froh, dass die ganze Reisegruppe gesund und unfallfrei geblieben ist. 

 

Jetzt versuche ich mich mal wie ein richtiger Autor und schreibe eine kurze Danksagung😉

Ich bedanke mich von ganzem Herzen bei Roli, Marc, Börni, Fernando und Sascha für die wundervollen Ferien, die wir gemeinsam verbracht haben. Eure Fröhlichkeit und Eure Gesellschaft haben diese Zeit zu etwas ganz Besonderem gemacht.

 

Die Erinnerungen, die wir gemeinsam geschaffen haben, werden für immer in meinem Herzen bleiben. Von den Abenteuern, die wir erlebt haben, bis hin zu den gemeinsamen Lachanfällen- jede Minute war magisch.

 

Auf hoffentlich viele weitere Abenteuer zusammen.🥰

 

*****

 

Ich freue mich darauf meine Kinder, Familie und Dich bald wiederzusehen und in die Arme zu schliessen. 

 

Bis zu meinem nächsten Abenteuer grüsse ich ich Dich herzlich und hoffe, dass Du ein wenig Spass bei meiner Lektüre hattest.

 

Dein Wörterdieb

 

 


💗