Die Reise des bunten Kaleidoskops (27.09.2024-12.10.2024)



Zwei Wochen, tausende Reisekilometer und genug Verwandtschaft für eine ganze

Sitcom. Klingt kompliziert? Warten wir’s ab.


Nach mehr als 5 Monaten intensiver Arbeitstage stehen endlich wieder Ferien an.

Und was kommt mir da als Erstes in den Sinn? Na Du natürlich. Fünf Monate ohne

den Austausch mit Dir, lieber Wörterdiebleser, erscheint mir viel zu lange. Aber eben:

Die fünf Wochen Ferien pro Jahr müssen mit Bedacht aufs Jahr verteilt werden.

Deshalb dauert es leider immer ein Weilchen bis zu unseren Treffen. Aber hier bin

ich und hoffentlich, bist Du auch dabei. Denn es geht bald los.


Du weisst ja, dass ich des Öfteren schon nach Brasilien gereist bin. Meine jüngsten

zwei Kinder wurden deshalb seit längerem schon neugierig auf dieses Land. Fragen

wie: Wieso reist Du so oft nach Brasilien? Was gefällt Dir denn so dort? Wieso

nimmst Du eine so lange Reisezeit in Kauf? Wo und wie lebst Du da? Etc. etc. Die

einfachste Art, all diese berechtigten Fragen auch befriedigend zu beantworten ist:

Meine lieben Kinder, kommt mit mir mit auf die nächste Reise.


(Kleine Anmerkung unter vier Augen, nur für Dich: Als treuer Wörterdiebleser weisst

Du natürlich schon längst, weshalb mir dieses Reiseland so gefällt, gell).

Gesagt, getan: Hier sind wir nun: Mein Sohn Lukas, seine Zwillingsschwester

Sandra, Marc (der Partner von Sandra), Sebastian (Schwager von Roland), Roland

und ich (uns kennst Du ja bereits). Auf unserer Reise werden wir dann noch

Bernadette «aufgabeln», welche uns auch noch begleiten wird.


Schon raffiniert, gell. Jetzt können sich alle Interessierten ihr eigenes Bild von

Brasilien machen und ich komme zusätzlich noch in den Genuss, zwei Wochen Zeit

mit meinen Kindern zu verbringen. Das ist für mich nicht selbstverständlich. Alle sind

sie erwachsen, führen ihre eigenen, selbständigen und tollen Leben, worauf ich sehr

stolz bin. Umso mehr freue ich mich darauf, die Möglichkeit, mehr Zeit mit Ihnen zu

verbringen, erhalten zu haben. Ein Lottogewinn plus Joker🥰


An dieser Stelle möchte ich betonen, dass die aufwändige Organisation dieser Reise,

angefangen vom Reisetermin, der allen Berufstätigen passen musste, bis hin zur

Miete eines Fahrzeuges (oder zwei), über die Unterkunft für so viele Individuen, alles

Roland mit viel Aufwand, Hingabe und Bravour gemeistert hat. Ganz lieben Dank😘




Ich schwafle, und schwafle.. entschuldige. Du möchtest ja einen Reisebericht lesen und keinen Familienklatsch. Also legen wir los:

 

Das Kaleidoskop, so nenne ich unsere Truppe, fliegt am Freitag, 27.09.2024 in Zürich mit einem Zwischenstopp in Lissabon Richtung Rio.

Geplant sind zwei Wochen Urlaub. Erst mal ein paar Tage in Itaipu (Rio) bei Bernadette, danach geht’s weiter nach Salvador da Bahia und zu guter Letzt noch ein paar herrliche Strandtage auf Barra Grande. Auf diese Strandtage freue ich mich persönlich am meisten. Mehr verrate ich Dir an dieser Stelle noch nicht. Du wirst dann schon sehen, warum das so ist😉

 

Warum nenne ich die Reisegruppe Kaleidoskop? Kaleidoskope können bis zu neun Spiegel enthalten. Aus dem griechischen einfach übersetzt, heisst es: Schönbildseher.

Wir sind eine Gruppe von sieben Erwachsenen, zusammengewürfelt aus verschiedenen Familienverhältnissen, direkt verwandt oder ex-verwandt, unterschiedlicher Nationalitäten. Deshalb wird jeder einzelne von uns beim Anblick des Reiseziels etwas anderes sehen, andere Eindrücke erfahren, wie beim Kaleidoskop. Jeder sieht ein anderes Bild beim Hinsehen. Bin gespannt auf die Reaktionen der kulturell-diversen Gruppe beim Betrachten der neuen Bilder.

 

Liebe Grüsse

Dein Wörterdieb



Freitag, 27.09.2024:

Gegen 16.30h am Terminal in Kloten, wächst unsere Reisegruppe Stück für Stück zu einer aufgeregten, durcheinander quasselnden Traube zusammen. 

Als sich alle begrüsst, gedrückt und umarmt haben, heisst es: Los gehts, durch den Dokumenten, Checkinjungel. Die Schulferien sind heute gestartet und dementsprechend hat es viele Reisefreudige vor Ort. Da wundert es nicht, dass unser Flieger dann schlussendlich mit einer Stunde Verspätung Richtung Lissabon abhebt.

 

Über die Flüge, heutige und kommende, werde ich Dir nie viel erzählen. Solange alles in geordneten Bahnen verläuft und der Pilot meine Anweisung befolgt: "Alle gesund auf den Boden zu bringen", muss ich Dich nicht mit Details langweilen.

 

Durch die Verspätung in Zürich zog sich wenigstens die Wartezeit in Lissabon auf den Anschlussflug nicht unnötig in die Länge. Ein 15-minütiger Fussmarsch durch das weitläufige Flughafengelände bis zum richtigen Gate, ein Espresso angerührt mit einem kurzen Plauder und schon heissts wieder: in die Reihe stehen zum Boarding.

 

 

Das Ziel nähert sich. Jetzt ist es bereits bald Mitternacht. Ich bin seit 5.30h auf den Beinen und freue mich auf, hoffentlich, ein paar Stunden Schlaf im Flieger.

Tschûüss

Bis morgen, wenn ich aus Brasilien berichte😘

 

 




Samstag, 28.09.2024:
Hallöchen in die Schweiz, mein treuer Freund. Ich sende Dir liebe Grüsse aus Brasilien.

Um 5 Uhr in der Früh sind wir alle wohl erhalten in Rio de Janeiro gelandet. Noch verschlafen machen wir uns auf den laaangen Fussweg Richtung Einreisebehörde, Kontrollen etc. Das Kontrollband in der Ankunftshalle bringt uns nach und nach unsere Koffer wieder. Aber, einer fehlt. Wo ist Roli‘s Koffer geblieben? Wir warten bis wirklich kein Gepäck mehr auf dem Laufband steht und müssen uns dann wohl oder übel an den Auskunftsschalter begeben. Dort steht bereits eine Menschenschlange und wartet auf Unterstützung bei vielfältigen, individuellen Anliegen. Roli steht also geduldig an und wir anderen begeben uns langsam Richtung Ausgang. Nach einer gefühlten Ewigkeit stösst der verlorene Reisepartner wieder zufrieden zu uns. Der Koffer ist wieder in seinem Besitz. Das Gepäck wurde aufgehalten und geöffnet, weil Roli Schweizer Bratwürste als Geschenk mitbringen wollte, dies jedoch in Brasilien seit anfang dieses Jahr untersagt ist. Wissen wir wieder was mehr für die nächste Reise. 

Der weitere Weg führt uns Richtung Localiza, wo wir dann (wieder nach endlosem Dokumentenkrieg) unsere zwei gemieteten Autos in Empfang nehmen und uns auf, Richtung Itapuh machen.

Unterwegs machen wir noch einen Stopp beim Fischmarkt; das ist so Tradition. Wir kaufen frische Crevetten, Lachs, manchmal auch Muscheln, damit wir uns nach der langen Reise keine Gedanken mehr über das Nachtessen machen müssen. Nächster Halt ist dann noch der Bancomat, damit Alle ortübliches Bargeld bei sich tragen können.

Und dann, endlich, um ca. 10h, treffen wir an unserem ersten Ziel ein: bei Bernadette und Giorgi in Itapuh. Ein warmer, herzlicher Empfang wird uns geschenkt. Das Haus ist mit viel Liebe und bunt geschmückt, dekoriert und alles bereit für uns.

Wir plaudern durcheinander, jeder erzählt Anekdoten und Kleinigkeiten aus seinem Leben. So lernen sich alle gegenseitig ein wenig näher kennen. Aber schon bald ist klar: Es passt. Alle fühlen sichpudelwohl, die Konversation untereinander geschieht mit Deutsch, oder mit Übersetzungshilfe von Sebi und Roli und wenn nötig auch mit Hand und Fuss. Alles im Butter!

Nach einer kurzen Koffer-Aufmach und Verschnaufpause beschliessen wir das nächst gelegene Shoppingcenter aufzusuchen. Das Wetter ist genau passend für ein paar Einkaufsstunden: Es regnet und ist kühl. Wir decken uns mit den fehlenden Artikeln ein, welche wir dann auf unserer letzten Reiseetappe benötigen. Denn dort ist Einkaufen definitiv schwierig. Aber dazu erfährst Du Ende nächster Woche dann Näheres.

Nach der kleinen Einkaufstour machen wir noch eine Spritztour an den Strand, gönnen uns einen kleinen Snack und geniessen die menschenleere Ruhe am Strand.

Viel Spannendes gibt es halt nicht zu erzählen. Es ist der erste Ferientag, alle sind noch etwas müde und die Zeitverschiebung macht uns auch zu schaffen.

Auf jeden Fall werden wir heute Abend noch in den Genuss eines ausgezeichneten Nachtessens kommen: Marc und Sandra sind bereits an den Vorbereitungen für „exklusives Gourmet-Crevetten-Menu“. Ich freue mich jetzt schon darauf und lass mich von den kommenden Geschmacksmomenten überraschen.

Ach ja, das muss ich Dir aber doch noch erzählen. Danach entlass ich Dich in das wohlverdiente Wochenende. Morgen, Sonntag, ist um 7.00h bereits Abfahrt. Wir haben einen spannenden, interessanten Ausflugstag vor uns. Keine Sorge, ich werde Dir danach alle Details berichten. Bis dahin, aber: tschüüüs, mach‘s gut.
😌 




Sonntag, 29.09.2024:

Hallöchen mein treuer Lesefreund, ich hoffe, Du hattest ein tolles, schönes Wochenende. 
Wie versprochen, erzähle ich Dir nun von unserem heutigen Ausflugstag, an welchem wir ja, wie mitgeteilt, früh um 6h Tagwach halten mussten.

Zwischenzeitlich ist es bei mir 21h und ich bin dementsprechend müde. Nach so vielen eindrucksvollen Stunden, welche wir heute erlebt haben, sind wir erst vor ein paar Minutenzurückgekehrt.Ichglaube, ich werde Dich heute eher mit Bildern als mit Text, bedienen. Hoffe, das passt auch für Dich.

Et voilà, die Zusammenfassung unseres Ausflugs:
Pünktlich um 7h Abfahrt nach Niteroi zum Hafen. Mit der Fähre gings rüber nach Rio de Janeiro, wo uns der vorbestellte Uber abholte und geschickt durch die Stadt Richtung Corcovado fuhr.Trotz unserer typisch schweizerischen Überpünktlichkeit kamen wir fast zu spät zu unserem reservierten Eingangsslot an. Die Menschenschlange, die vor dem Corcovado-Gebäude am Billettschalter anstand, bestätigte unsere Vorahnung, dass wir die Tickets vorab online bestellt haben. Der Besuch auf dem Corcovado war im wahrsten Sinne des Wortes göttlich: Petrus hat uns traumhaftes Wetter mit eindrücklicher Weitsicht beschert.

Wieder unten angekommen gings weiter mit unserem Uber an die Cobacobana. Hier schlenderten wir den berühmten Strand entlang, suchten uns ein einfaches, regional-typisches Lokal, wo wir unsein„comidaa kilo“ Essen gönnten. 

Und schon geht‘s weiter. (Ich habe die ja vorgewarnt: heute gibt‘s nur eine Kurzfassung). Unser nächstes Ziel ist der Zuckerhut. Eine weitere touristische Attraktion, welche man besucht haben muss.

Wir gönnen uns einen Rundgang zuoberst auf der Spitze, einen Rundgang in der Mittelstation begleitet mit einem Livekonzert einer Samba-Band und geniessen die unglaubliche Aussicht auf die Stadt,dievielen Schiffe und umliegende Inseln.

Uih, und schon sind wir auf dem Rückweg: Ein Zwischenstopp beim Einkaufsladen, wo wir unser Nachtessen einkauften. Danach fuhren wir alle müde, ruhig und mit Eindrücken gefüllt nach Hause. Hier,binich nun, hungrig und müde und schicke Dir viele herzliche Grüsse und einige Bilder des heutigen, langen Tages.

Ich wünsche Dir einen guten Wochenstart und hoffe, dass es Dir bestens geht.

Bis bald
Dein Wörterdieb






Montag, 30.09.2024:
Heute hatten wir einen ruhigen Tag. Nach einem reichhaltigen Frühstück mit frisch zubereitetem Früchtesaft und feinen, von Roli zubereiteten, Schinken-Eier-Sandwiches haben wir uns am Strand für einpaar sonnige Stunden niedergelassen. Der von der Schweiz mitgenommenen Zusatz-Sonnenschirm durfte heute Première feiern. Nur das Zusammenfalten beim Aufbrechen nach Hause war nicht ganz soo einfach. Es bedurfte die Hilfe von zwei starken Männern und das mehrmalige Studieren der zum Glück mitgelieferten Bedienungsanleitung bis der Sonnenschutz wieder reisebereit war.

Zurück im Haus von Georg und Bernadette bemerkten wir, dass die Tortaruga, die Haus-Schildkröte nicht aufzufinden war. Ich beschloss der Sache auf den Grund zu gehen und machte mich langsam auf dieSuche nach ihr. Langsam, sage ich, weil im Garten neben der Schildkröte auch noch ein Zwerghahn mit seiner Henne und den Küken ihren Lebensraum haben. Aber scheinbar, war ich nicht leise genug. Dem Zwerghahn passte mein Besuch im Garten überhaupt nicht. Er rannte in einem Tempo auf mich zu, Usain Bolt wäre vor Neid erblasst und hätte ihm ohne zu Zögern seinen Weltrekord im Sprint abgegeben. So klein der Hahn auch ist, etwas nervös wurde ich ehrlich gesagt schon. Als er dann auch noch anfing in meine Beine zu picken, beschloss ich die Suche nach der Tortaruga zu verschieben. Für den Hahn schien die Angelegenheit jedoch noch nicht abgeschlossen zu sein. Er flog kurzerhand über den Gartenzaun und wollte mich wieder angreifen. Zu diesem Zeitpunkt waren jedoch bereits die drei Hunde, welche auch hier hausen, auf den Geschmack gekommen und wollten sich das Schauspiel nicht entgehen lassen. Ein Augenblick nicht aufgepasst und schon hatte sich Princessa, die ca. 40 kiloschwere Hündin, den Hahn geschnappt. Ein Aufschrei und Rufen hielten Princessa von ihrem weiteren Vorgehen ab und wir konnten den Hahn vor dem sicheren Ausscheiden aus dem jungen Leben retten. Nun sitzt er wieder glücklich bei seiner Familie und wir haben noch lange etwas zum Lachen.

Bis bald
Dein Wörterdieb😎


Princessa
Princessa
Der Zwerghahn und seine Familie
Der Zwerghahn und seine Familie

Dienstag, 1.10.2024:

Die Bedürfnisse unserer kaleidoskopischen Gruppe unter einen Hut zu bringen, erfordert täglich eine gut durchdachte Disposition der Fahrzeuge, Nahrungsmittel, Getränke etc. Einige besuchen täglich ein Shoppingcenter (wobei ich anmerken muss, dass dort die momentan heissen Temperaturen wenigstens aushaltbar sind), andere Sorgen sich früh morgens bereits um die Mahlzeiten, Coiffeurbesuche, Zahnarzttermine etc. Alles, was halt einfach in die Ferientage eingeplant werden muss🫣 wird in den Tag verpackt.


Meine Art, die Du ja bestens kennst und ich hier nicht weiter ausführen werde, erlaubt es mir, ohne Groll oder Eifersucht auf all das Gewuschel, Gewünschtes gelassen von Aussen zu beobachten und beglückt mich oft mit einem wohl gesinnten Lächeln.


Heute Abend, unser letzter Abend im Haus von Georg und Bernadette, gönnen wir uns ein feines Essen in einem italienischen Restaurant bevors ans Packen für die morgige Weiterreise geht. Leider wird Georg uns nicht begleiten. Er bleibt zu Hause und passt auf die Tiere auf. Wir anderen verschieben uns morgen nach Salvador de Bahia. Ich liebe diese geschichtsträchtige Stadt mit diesen wunderschönen Gebäuden. 

Der Stopp in Salvador ist nur für eine Nacht, weil der Transfer zum nächsten Ziel von dort aus am Donnerstag startet.

Wir hören uns eventuell und wahrscheinlich spätestens am Freitag wieder😎




Freitag, 4.10.2024:
Guten Morgen aus Barra Grande. Ein paar Stichworte zu den vergangenen Stunden möchte ich Dir gerne mit in den heutigen Tag geben. Wie ich Dir ja bereits geschrieben habe, sind wir am Mittwoch nach Salvador da Bahia aufgebrochen, wo wir eine Nacht verbracht haben. Der Weiterflug am Donnerstag brachte uns bei schönstem Wetter nach Barra Grande. Und hier sind wir nun: im wahrsten des Sinne des Wortes: im Paradies. Wir beherbegen ein riesiges Haus mit 8 Doppelzimmern, einem Pool, Aussencheminée uvm direkt am Meer. Ich werde Dir nachher ein paar Fotos beilegen, damit Du Dir selber ein Bild davon machen kannst. 

Hier werden wir nun die nächsten Tage verbringen. Eine schöne Nebensächlichkeit ist hier auch, dass jeder sich so verweilen kann, wie er möchte. Niemand ist auf ein Mietauto angewiesen, kein Abmachen zum Shopping ist gefragt, einfach nur geniessen und tun, was jedem sein Herz begehrt. Ferien pur.





Sonntag, 6.10.2024

Einen schönen guten Morgen an Dich lieber Wörterdieb-FreundIn. Bei mir ist es jetzt 6h Sonntagmorgen. Die Nacht durch scheint es geregnet zu haben. Die Pool-Liegen, unsere herumliegenden Flip-Flops sind nass. Die Stimmung ist erholsam ruhig. Nur die Vögel zwitschern wie immer fröhlich, ungeachtet der tiefliegenden Wolken. Ich nutze die Zeit, um Dir wieder einmal ein Update unseres Urlaubs zusenden.

Gestern haben unsere Jungs, das betrifft alle männlichen Reiseteilnehmer zwischen 26 und 58 Jahren, den Sprung ins Meer gewagt. Hier, direkt vor unserem Haus, ist die Brandung relativ stark. Aber das hat sie nicht davon abgehalten mit den Wellen zu „spielen“. Alleine im Meer zu schwimmen ist hier nicht empfehlenswert. 

Deshalb haben wir uns dann später auf den Weg zu einer anderen Bucht gemacht. Der Spaziergang dauerte ca. 20 Minuten, was aber bei dem gestrigen Hitzetag eine ziemliche Anstrengung war. Im Sand zu spazieren, ohne Schatten, das erfordert seinen Tribut: Die Waden meckern über fehlende Muskulatur, die Haut errötet ab zu wenig Sonnencreme. Trotzdem haben wir den gleichen Weg am Nachmittag nochmals gemacht. So, dass wir abends alle ziemlich müde waren. Na ja, schliesslich ist es hier in der Bahia um 18h stockdunkel. Aber das ist es bei Dir zu Hause um diese Jahreszeit ja auch.

Wir haben uns dann auch alle sehr früh in unsere Zimmer zurückgezogen und kurz darauf ist Nachtruhe eingekehrt.

Was heute noch so auf dem Programm steht, kann ich Dir noch nicht genau sagen. Mal schauen, wie sich das Wetter verhält. Ein Spieletag, Walkingtag, Schwimmen… lassen wir uns überraschen.

Bis dahin schicke ich Dir noch ein paar Eindrücke von unserem Aufenthaltsort und hoffe, Dir wenigstens ein bisschen den morgigen Tag in die neue Arbeitswoche zu versüssen.

Liebe Grüsse an Dich😘
Dein Wörterdieb




Montag, 7. 10.2024

Ein liebevolles Grüezi in die Schweiz. Ich hoffe, Du bist voller Tatendrang in die neue Woche gestartet. 

Den heutigen Tagebucheintrag widme ich Aisha. Der liebevollsten Hauskatze, die sich in den letzten Jahren tapfer blind durchs Leben kämpfte. Sie begleitete meine Kinder fast 15 Jahre in IhremElternhaus und ist heute nach kurzer Krankheit eine kleine Wolke geworden (so nannten es meine Kinder). Mach‘s gut Aisha.


Wir haben uns 4 Quads gemietet und haben die Halbinsel Barra Grande erkundet. Was für ein toller Tag das war. Nach einem Kilometer Fahrt wurden wir von einem deftigen Gewitter überrascht und innertSekunden vollkommen durchnässt. Aber das ist hier, in diesen Breitengraden, kein Unglück: Es herrschen sommerlich warme Temperaturen. Wir machten einen kurzen Halt, bis das Schlimmste vorüber war undzogen unserer Wege quer durch die Insel. Du musst Dir dabei vorstellen, dass es hier keine asphaltierten Strassen gibt. Alles ist naturbelassen, staubig und holprig. (Dementsprechend malträtiertfühlt sich jetzt auch mein Hintern an🤓). Wir sind durch Dörfer gefahren, in denen die Einwohner wahrscheinlich einmal im Jahr Touristen zu Gesicht bekommen, wenn überhaupt. Wunderschöne,kilometerlange, einsame Sandstrände mit azurblauem Meer und versteckte, kleine Restaurants, in denen wir wie Götter bekocht wurden standen auch auf dem Programm.

Mein Hirn ist ein wenig durcheinander von der stundenlangen, holprigen Fahrt auf der Rückbank des Quads. Deshalb fasse ich mich einmal mehr kurz und schicke Dir die heutigen Eindrücke und Erlebnissemittels nachfolgenden Fotos. Und sowieso: Ich freue mich darauf, Dir einige Erlebnisse, nach meiner Rückkehr noch persönlich erzählen zu dürfen.

Noch eines: Stell Dir vor, meine Reisegruppe möchte den Quad morgen noch einmal einen Tag lang mieten😳
Ich habe mir aber eine Bedenkzeit ausgehandelt, denn ich muss erst meine Knochen sortieren, um zu wissen, ob ich morgen nochmals mit auf einen Ausflug gehe. Spätestens morgen Abend wissen wir beide, wie ich mich entschieden habe, gell.🤷‍♀️

Liebe Grüsse
Dein Wörterdieb




Mittwoch, 9.10.2024:
Guten Morgen aus der Bahia, Bei mir ist es kurz vor 7h und alle schlafen noch. Man hört nur das Meeresrauschen und die verschiedensten Vögelrufe. Ich habe mir einen wunderschönen Platz, direkt am Strand vor dem Haus, gesucht und geniesse die momentane Atmosphäre ganz bewusst. Allmählich neigen sich die schönen Ferientage dem Ende zu und ich präge mir diese Ruhe und Entspanntheit gut ein, damit ich diese hoffentlich nächste Woche beim hektischen Arbeitsalltag abrufen kann.

Uih, ich bin Dir ja noch eine Entscheidung schuldig, gell. Sandra und ich haben uns gestern morgen Mutter-Tochter-Stunden gegönnt und sind nicht mit auf die geplante Quad-Tour. Wir haben uns im Pool vergnüngt, gelesen, geschnattert und alles, was halt so Mütter und Töchter in dieser schönen und wichtigen Zeit machen.

Der Rest der Reisegruppe hatte während dessen auch ihren Spass. Sie konnten, ohne ängstliche Beifahrer, mit Vollgas durch die Dünen rasen, Barstopps an schönen Stränden abhalten und ihre Jungs-Zeit auskosten.

Am Abend haben wir uns alle an einem schönen Ort, nahe der „Stadt“, am Strand getroffen und einen Sundowner eingenommen. Der Strand bietet einem einen legendären Sonnenuntergang. Ein prächtiges, farbenfrohes Schauspiel, welches scheinbar auch unter den ansässigen Instagrammern seine Bekanntheit hat. Ich wusste gar nicht, dass man sich in so vielen, verschiedenen Posen präsentieren kann😉.

Was heute unternommen wird, kann ich Dir noch nicht sagen. Das Programm wird wahrscheinlich später beim Frühstück miteinander besprochen. Mal schauen, was auf mich zukommt.

Morgen Donnerstag, heisst es dann bereits: Packen, Rückflug nach Salvador da Bahia. Dort werden wir wieder eine Nacht bleiben, denn unser Rückflug in die Schweiz, wieder mit Zwischenstopp in Lissabon, steht am Freitagabend an.

Sodeli, mein lieber Wörterdiebfreund, ich muss jetzt ein paar Runden Schwimmen gehen. Das überaus feine,Anti-Weight-Watchers-Essen hinterlässt langsam seine Spuren um meine Hüfte😂 und ich sollte nächste Woche wieder in mein Arbeits-Outfit passen. Let‘s go.

Bis später, Dein Wörterdieb.


Mein momentaner Schreibplatz😎
Mein momentaner Schreibplatz😎



Freitag, 11.10.2024:
Ruckzuck, Zackzack und schwupps bin ich wieder auf dem Nachhauseweg. Wir sind gestern Abend in Salvador angekommen. Diesmal verbringen wir die Zeit bis zu unserem heutigen Nachtflug Richtung Europain einem Hotel, welches in einer total gegensätzlichen Gegend steht als jenes, während unserer Anreise nach Barra Grande. Hier empfiehlt es sich nicht mal die Hotelanlage ohne Schutzweste zuverlassen. (Nein, nein, keine Angst: So schlimm ist es nicht).

Der kurze Weg durch die kontrollierten, vergitterten Ausgänge, zum nahe gelegenen Strand, nehme ich  mit grösster Vorsicht auf mich. Tagsüber soll je ja noch einigermassen sicher sein, aber dashindert mich daran wie eine ausgebildete „Kampfglugge“ auf meine Familie acht zu geben. 

Nach unseren gestrigen Gesprächen bei einem ruhigen Abendessen, erahne ich, dass sich alle auf die Heimkehr in ihre eigenen vier Wände freuen. Das nimmt den Ferien überhaupt nicht den Glanz. Nachzwei Wochen „kaleidoskopischem“ Zusammensein, freue ich mich persönlich jedenfalls auf meine Familie zu Hause, andere Kleider, ein paar Stunden alleine zu verbringen, meine Katze Milly.

Ich habe die Zeit, mit meinen Kindern sehr genossen. Danke vielmals, Lukas, Sandra, Marc, dass ihr mich auf dieser Reise begleitet habt. Danke auch für Eure unendliche Geduld und einfach für Alles😉.Wir werden das bestimmt wiederholen: in einem neuen Jahr, einem anderen Land, mit einem anderen Typ Kaleidoskop. Und Du, mein lieber Wörterdiebfreund, wirst dann bestimmt wieder dabei sein,oder?

Den heutigen, letzten Ferientag werden wir wahrscheinlich am Hotelpool verbringen mit Lesen, Schwimmen, Spiele machen und die vergangenen Tage Revue passieren lassen, verbringen. Der Flug geht erst kurz vor Mitternacht los.

Ich freue mich darauf, Dich meine lieber FreundIn bald wiederzusehen🥰.

Bis hoffentlich ganz bald, Dein Wörterdieb.



Unser letzter Aufenthaltsort vor dem Abflug Richtung Europa.
Unser letzter Aufenthaltsort vor dem Abflug Richtung Europa.
Checkin Terminal Flughafen Barra Grande
Checkin Terminal Flughafen Barra Grande