Arriba, arriba; zu Besuch bei Speedy Gonzales 27.03.2025-11.04.2025
Si, mein lieber, treuer Leser: Meine nächste Reise geht nach Mexiko.
Ein Land, das auf meiner To do Liste irgendwo zwischen „Carlos Santana nochmals
live erleben“ und „endlich die perfekte Guacamole-Zubereitung lernen“ schwebte.
Das Vorhaben, nach Mexiko zu reisen stand bereits vor ein paar Jahren in meinem Jahresprogramm. Damalige Unruhen im Land verhinderten jedoch eine Durchführung.
Aber jetzt lässt mich nichts mehr aufhalten: Am Donnerstag, 27.03.2025, geht’s mit einem Direktflug von Zürich nach Cancun. Begleitest Du mich auf dieser Reise, die von historischen Geheimnissen
bis zu kulinarischen Offenbarungen so ziemlich alles
bietet? Ich würde mich herzlich freuen, Dich an meiner Seite zu wissen🫶🏻
Selbstverständlich kann ich in den zwei Wochen Ferien nicht ganz Mexiko (2 Mio km2 gross) kennenlernen. Einige der Städte sind auch nicht unbedingt für Touristen ohne kugelsichere Westen
geeignet. Aus Sicherheits- und Zeitgründen durchkämmen mein Partner und ich die Halbinsel Yucatan. Yucatan wird auch als Land der Mayas bezeichnet. Die Halbinsel trennt den Golf von Mexiko (oder
Golf von Amerika👀) vom karibischen Meer.
Falls Du während des Geografieunterrichtes in der Schule mit mir zusammen aus dem Fenster geschaut hast; nimm mal Google Maps zur Hand und suche Dir eine Karte von Mexiko, da sieht Du, wo Yucatan
auf unserer schönen Erde positioniert ist.
Wichtig zu wissen: Mexiko liegt 7 Std. hinter der Schweizerzeit, gell!
In diesem Sinne, freue ich mich jetzt darauf, dass Du mich auf dieser spannenden Reise begleiten wirst. 👋
Dein Wörterdieb
Freitag, 28. März 2025
Guten Morgen aus Cancun, Mexiko.
Gestern sind wir nach einem ruhigen 12-stündigen Flug pünktlich in Cancun gelandet. Der Koffer von Roland liess sich sehr viel Zeit bis er sich schliesslich nach über einer Stunde Wartezeit doch
nochneben dem Gepäckband blicken liess. Jetzt gings raus, endlich frische Luft. Direktflüge sind schon bequem und eine bevorzugte Reiseart. Aber das Manko an frischer Luft, die grosse
Zeitverschiebungmachen sich bereits bemerkbar. Wir sind müde und möchte nur noch ins Hotel Duschen und etwas gegen den trockenen Mund zu uns nehmen.
Die Kommunikation zwischen dem vorgebuchten Transferpartner zum Hotel und uns erwies sich jedoch als nicht so einfach, wie eigentlich geplant war. Wir warteten jeweils an verschiedenen Hotspots
desja nicht gerade kleinen Flughafens aufeinander. So hiess es, mit Koffer und Rucksack aus dem Flughafen raus, an einem anderen Eingang wieder rein, erneut ein Welcome-Desk zu suchen, bis wir
uns dannschlussendlich doch noch gefunden haben.
Die Fahrt zum Hotel, an der Zona Hotelaria in Cancun verlief problemlos. Viel mitgekriegt von der neuen Umgebung habe ich jedoch nicht, ich war zu müde um noch Neues aufzunehmen.
Trotz dieser bleiernen Müdigkeit liess der Schlaf lange auf sich warten und dauerte dann auch nur kurz. Kurz nach 5 Uhr sind wir beide, nach mehreren Einschlafversuchen, wieder
aufgestanden.
Na ja, macht ja nichts. Schliesslich haben wir Ferien. Bin gspannt, wenn die Sonne aufgeht, wie die Umgebung unseres ersten Stopps hier in Mexiko aussieht. Wo sind wir gelandet? Das Meer höre
ichjedenfalls schon lauthals rufen. Es ist windig, aber warm.
Ich werde Dir hier noch ein paar Eckpunkte über Cancun schreiben bis ich Dir dann abends noch meine eigenen Erfahungen und Erlebnisse berichten kann gell.
********
Nice to know:)
Vor nicht allzu langer Zeit war Cancún ein verschlafenes Fleckchen Erde, das kaum jemand auf der Landkarte finden konnte. Bis in die späten 1960er Jahre bestand
die Region hauptsächlich aus unberührtem Dschungel und einigen wenigen Fischerdörfern. Doch dann beschloss die mexikanische Regierung, hier ein touristisches Paradies zu erschaffen, das Acapulco
in den Schatten stellen sollte.
Die Visionäre wählten eine langgezogene Insel vor der Küste Yucatáns, die damals nur von drei Personen bewohnt war – den Hütern einer verlassenen
Kokosnussplantage. Mit dem Bau von Straßen, der Bereitstellung von Elektrizität und Frischwasser sowie dem Bau eines internationalen Flughafens wurde die Grundlage für das heutige Cancún
geschaffen.
Doch während die Hotelzonen florierten, stellte sich die Frage: Wohin gingen die Einheimischen? Viele zogen in das neu gegründete Cancún City auf dem Festland,
das ursprünglich als Wohnort für die zahlreichen Arbeitskräfte im Tourismussektor geplant war. Diese Stadtteile wuchsen rasant, um den Bedarf an Arbeitskräften zu decken, die in den aufstrebenden
Resorts beschäftigt waren.
Heute ist Cancún ein Magnet für Reisende aus aller Welt. Im Jahr 2023 verzeichnete die Stadt einen Rekord von 21 Millionen Touristen, die von den weißen
Sandstränden und dem türkisfarbenen Meer angezogen wurden. Playa del Carmen, nur eine kurze Fahrt südlich von Cancún, hat sich ebenfalls zu einem Hotspot entwickelt und trägt erheblich zu diesen
beeindruckenden Besucherzahlen bei.
Cancún hat sich von einer unberührten Insel zu einem pulsierenden Zentrum des internationalen Tourismus entwickelt. Die Wolkenkratzer, die heute die Skyline
prägen, sind Zeugnisse einer beeindruckenden Transformation, die in nur wenigen Jahrzehnten stattgefunden hat.
Flughafen Cancun
Typisch amerikanischer Hotelstil. Aber trotzdem seehr schön😉
Blick aus dem Hotelzimmer
Der erste Tag auf Yucatan neigt sich langsam dem Ende zu. Wir haben viel Sonne getankt, das fast schon kitschig blaue Meer bewundert und uns von der Anreise erholt. Den Morgen geht unsere Reise so
richtig los. Wir werden ein Mietauto abholen und losfahren. Der Plan ist, der Küste, dem berühmten Playa del Carmen entlang zu folgen bis wir Richtung Westen ins Landesinnere abbiegen. Aber
dazu morgen dann mehr. Sei nicht so neugierig, gell. Ich werde Dich selbstverständlich auf dem Laufenden halten. Asta luego Amigo.
Ich schicke Dir nachher noch ein paar Eindrücke vom heutigen Erholungstag am Pool. Dir wünsche ich einen guten Start ins Wochenende.
Tschüüüss
Dein Wörterdieb
Sonnenaufgang
Samstag, 29.032025
Guten Morgen aus Cancun liebe FreundIn
Gestern Abend haben wir unser Nachtessen in einem hoteleigenen Restaurant eingenommen. Weil ich ja bekannlich nicht so ein grosser Fleischesser bin, entschied ich mich für die vegetarischen
Cannelloni. In Erwartung von italienischen Teigwaren mit Gemüse ware die Cannelloni jedoch gar keine Teigwaren, sondern aus Gurken zubereitet und hatten einfach die Form einer Cannelloni. Aber was
soll‘s. Fein war es jedenfalls. Und als Pünktchen auf dem i schenkte mir der Kellner zum Abschied eine rote Rose.🌹 @ meine Freundinnen zu Hause: Nähere Auskünfte über die mexanische männliche Art
gerne unter 4 Augen🤓😂.
Heute verlassen wir das wunderbare, kristallklare Meer und fahren mit dem Mietauto, wie bereits erzählt, erstmal Richtung Süden bevor es dann ins Landesinnere geht. Wir werden einige Zwischenstopps
abhalten um verschiedene, interessante Orte zu erkunden. Erzähl Dir dann das Nähere und das Erlebte zu einem späteren Zeitpunkt, gell.
Ach übrigens: Hier weht immer der Wind. Dadurch spürt man die heissen Temperaturen nicht so und es erklärt, warum ich heute Morgen mit einer roten Nase aufgewacht bin. Nein, nein, nicht vom Alkohol🧐
zu wenig eingecremt, obwohl hier überall gratis Sonnencreme in Spendern zur Verfügung stehen. Na ja, Alter schützt vor Dummheit nicht. Was man sich ganz sicher ersparen kann, ist das Haare kämmen
oder föhnen bevor man das Haus verlässt. Bevor die Türe hinter Dir ins Schloss gefallen ist, sind Deine Haare in alle Himmelsrichtungen verweht. Aber ich bin ja nicht zum Schönheitswettbewerb so weit
gereist.
Ich wünsche Dir einen tollen, erholsamen Samstag. Bis bald😘
Wie versprochen ein paar Eindrücke von der heutigen Reise mit dem Ziel Valladolid. Der Zwischenstop in Puerto Morelos war das absolute Highlight des langen Tages und lässt jedes romantisch
angehauchte Herz höher schlagen.
Valladolid, das charmante Städtchen im Herzen der Yucatán-Halbinsel, ist wie ein guter Tequila: klein, aber oho! Gegründet im 16. Jahrhundert von spanischen Kolonialisten, trägt
es stolz den Namen seiner spanischen Schwesterstadt. Doch statt Flamenco gibt's hier eher Mariachi-Klänge und statt Tapas leckere Tacos.
Ein Spaziergang durch die bunten Gassen fühlt sich an, als würde man durch eine lebendig gewordene Postkarte flanieren. Die koloniale Architektur erzählt Geschichten aus
vergangenen Zeiten, und man könnte fast meinen, Don Quijote persönlich um die Ecke reiten zu sehen. Besonders beeindruckend ist das Kloster San Bernardino de Siena, ein Bauwerk aus dem 16.
Jahrhundert, das von Franziskanermönchen errichtet wurde.
Doch Valladolid hat mehr zu bieten als nur historische Gemäuer. Die Stadt ist umgeben von geheimnisvollen Cenoten – natürlichen Kalksteinlöchern, die mit kristallklarem Wasser
gefüllt sind. Ein Sprung hinein ist erfrischender als jede Siesta und weckt selbst den müdesten Abenteurer auf.
Und wenn der Magen knurrt, sollte man unbedingt die lokale Küche probieren. Ob Cochinita Pibil oder Marquesitas – die Geschmacksknospen werden hier auf eine Fiesta
geschickt.
Kurzum, Valladolid ist ein verstecktes Juwel, das darauf wartet, entdeckt zu werden. Ein Ort, an dem Geschichte, Kultur und Lebensfreude zu einem unvergesslichen Erlebnis
verschmelzen.
Morgen, Sonntag, haben wir einen Besuch eines der 7 Weltwunder auf dem Programm. Früh aufstehen ist angesagt. Darum verabschiede ich mich mit ein paar Fotos für heute und schicke
Dir liebe Grüsse😘
Der schiefe Leuchtturm von Puerto Morelos ist eines der bekanntesten Wahrzeichen des kleinen Fischerdorfes an der Riviera Maya. Seine Neigung ist das Ergebnis
eines Hurrikans, der die Region in den 1960er Jahren traf.
Der Hurrikan Beulah im Jahr 1967 beschädigte den ursprünglichen Leuchtturm so stark, dass er sich zur Seite neigte. Anstatt ihn abzureißen, ließ man ihn als
Symbol für die Widerstandsfähigkeit der Gemeinde stehen. Heute gibt es einen neuen, funktionierenden Leuchtturm direkt daneben, während der schiefe Turm als Fotomotiv und Wahrzeichen erhalten
geblieben ist.
Sonntag, 30. März 2025
Liebe Grüsse in die Schweiz. Hast Du an die Zeitumstellung gedacht? Auch wir haben wieder eine andere Zeitzone, hier in Valladolid. Aber ist nicht so schlimm. Erstens ist es sowieso bereits nachts
bei Dir, wenn ich schreibe und zweitens ändert sich die Zeitzone bei mir morgen Montag bereits wieder. Wir reisen morgen weiter nach Osten.
Aber eins nach dem anderen: Heute war um 5.30h Tagwach. Zum Teil weil wir für unser heutiges Tagesprogramm, den Besuch der Chichen Itza, früh los mussten und weil wir morgens sowieso früh
aufwachen🥸.
Für unsere heutige archäologische Erkundigungstour haben wir uns bereits zu Hause Tickets für den Eintritt und einen Guide vor Ort organisiert. Das kann ich nur empfehlen. Es bringt nichts, einfach
zwei, drei Stunden in der grössten Hitze alte Ruinen anzuschauen und die Geschichte dahinter nicht zu kennen. Ja, ich muss zugeben, die Maya-Kultur fasziniert mich schon seit längerem. Das war auch
einer der Gründe für die Reise nach Mexiko.
Bereits um 07.30h waren wir vor den Toren der berühmten Sehenswürdigkeit, eines der sieben Weltwunder, und warteten auf Einlass. Das frühe Aufstehen hat sich definitiv gelohnt. Als wir nämlich mit
der interessanten und ausführlich dokumentierten Tour mit Eli, so hiess unser Guide, der übrigens ein Maya-Nachkomme ist, fertig waren, standen die Menschen Schlange vor dem Eingang.
Chichén Itza, steht für Macht, Mystik und Maya-Mathematik. Sie war einst eine der mächtigsten Städte der Maya und ein bedeutendes Handels-, Kuiltur- und Wissenschaftszentrum. Gegründet um 600 n.Chr.
erlebte die Stadt ihre Blütezeit zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert. Hier lebten Astronomen, Priester, Krieger und Händler - und sie hinterliessen ein Erbe, dass bis heute fasziniert.
Das Herzstück ist die Kulukan-Pyramide, auch „El Castillo“ genannt. Sie ist ein Meisterwerk der Mathematik und Astronomie. 365 Stufen - eine für jeden Tag im Jahr - und zur Tag- und Nacht-Gleiche im
Frühling und Herbst erscheint durch die Schatten eine Schlange, die langsam die Treppen hinabgleitet. Zufall? Wohl kaum!
Doch Chichén Itza war nicht nur ein Ort der Wissenschaft, sondern auch der Rituale. Der Cenote Sagrado diente als Opferstätte für den Regengott Chaac, und im grössten Ballspielplatz Mesoamerikas
wurden Spiele ausgetragen, bei denen es buchstäblich um Leben und Tod ging.
Irgendwann im 13. Jahrhundert verlor die Stadt an Bedeutung, vermutlich interne Unruhen oder klimatische Veränderungen. Die Spanier fanden die Ruinen im 16. Jahrhundert, aber Chichén Itza bliebt ein
Rätsel - und ist bis heute ein Symbol für die Genialität und das Erbe der Maya.
Pooh, jetzt habe ich Dich aber voll gelabert🫣.
Zur Erholung schicke ich Dir nachher einige Bilder, damit Du Dir selber einen Eindruck machen kannst.
Aber übrigens, der Tag war nach dem Besuch der Mayas noch nicht zu Ende. Wir gönnten uns eine kühle Coca und ein Sandwich in einem Café im Nirgendwo und besuchten noch den Markt hier in
Valladolid.
Inzwischen ist es später Nachmittag bei mir. Auf dem Programm steht noch Packen für die Weiterreise morgen, ein Lokal für ein Abendessen suchen und den Wecker wieder auf 5.30h stellen. Morgen geht‘s
weiter. Ich hoffe, Du bist auch in der neuen Woche wieder an meiner Seite?
Ich wünsche Dir einen guten Wochenstart und schicke Dir liebe Grüsse aus dem spannenden, sonnigen Mexiko.
Dein Wörterdieb.
Uih, noch ein, zwei Fotos von gestern Abend sind auch noch dabei, gell🥴
Montag, 31. März 2025
…und schon bin ich wieder da und störe Dich aus der Ferne, an der Wärme, aus meinen Ferien bei Deiner Arbeit oder Deinen alltäglichen Erledigungen. Ich hoffe, meine kurzen Berichte aus Yucatan
bereiten Dir ein wenig Freude und bringen Dir eine kurze Abwechslung.
Heute war wieder sehr früh Tagwach angesagt. Den die Reise ging weiter. Zuerst stand der Besuch einer weiteren Maya-Kultstätte auf dem Programm. Der archäologischen Stätte „Ek Balam“. Der Name
bedeutet in der Maya-Sprache „Schwarzer Jaguar“ oder „Sternenjaguar“. Die Stadt war zwischen 600 und 900 n. Chr. ein bedeutendes Zentrum und wurde erst Ende des 20. Jahrhunderts umfassend
ausgegraben.
Ein Highlight dieser Anlage ist die grosse Pyramide mit rund 30 Meter Höhe. Toll an Ek Balam ist auch, dass man die Ruinen der Pyramiden betreten darf. Getraut man sich die klein gebauten Stufen rauf
bietet sich einem ein spektakulärer Blick über den Dschungel. (Ich habe mich nur ein paar Meter hoch getraut). Die Mayas waren nur zwischen 1.50m und 1.60m gross. Deshalb sind die Stufen für
uns Europäer gar nicht so einfach zu besteigen.
Übrigens sind die Bewohner von Yucatan sehr freundlich und aufmerksam. Die meisten Menschen hier sind Maya-Nachkommen. Sie haben einen dunklen Teint, schönes, tiefschwarzes Haar und sind immer noch
von eher kleiner Statur.
Jetzt aber weiter mit dem Besuch von Ek Balam. Im Gegensatz zu Chichén Itza, welches wir gestern besucht haben, ist diese Stätte weniger überlaufen. Trotzdem sind wir sicherheitshalber früh los und
man staune, wir waren die ersten auf dem Parkplatz und beim Ticketstand. Nach gut einer Stunde spazieren und staunen über die Baukünste der Mayas haben wir den Park verlassen.
Weiter gings mit unserem treuen Mietauto Richtung Cenote X‘ux Ha. Die versteckte Cenote ist noch nicht von Touristen belagert und liegt herrlich versteckt im Dschungel. Keine Menschenmassen, keine
laute Musik - nur klares, türkisblaues Wasser, umgeben von üppigem Grün.
Die Mayas hielten Cenoten für heilige Eingänge zur Unterwelt und bei X‘ux Ha versteht man sofort, warum. Die Wurzeln der Bäume hängen wie Vorhänge ins Wasser, Sonnenstrahlen tanzen auf der Oberfläche
und hin und wieder gleitet ein Fisch lautlos vorbei.
Unter uns gesagt: Ich musste schon meinen inneren „Schweinehund“ überwinden, um die steilen Treppen hinunter in die dunkle Höhle zu steigen. Aber ich sagte mir: Wenn nicht jetzt, wann dann? Und
runter gings. Es war ein absolut einmaliges Erlebnis. Unglaublich was unsere Erde zustande bringt.
Der Sprung ins glasklare Wasser weit unter der Erdoberfläche verlangte von mir auch nochmals Mut. An dieser Stelle sei erwähnt, dass auch mein Reisebegleiter Roland auch nicht „vorpreschte“ beim
Sprung in den unterirdischen See😬. Kurzum: Ich wagte es als Erste und es war ein tolles Erlebnis.
Jetzt schicke ich Dir erstmal ein paar Fotos, damit Du auch in etwa erahnen kannst, von was ich da überhaupt die ganze Zeit erzähle.
Bis bald.
Nach einem kurzen Zwischenstopp an einem kleinen Café/Restaurant namens Isabel, setzten wir unsere Fahrt weiter Richtung Tulum. Hier, bei unserem Hotel angelangt, fühlt man sich wie ein
Nebendarsteller in einer Instagram-Story🤭. Die Hotelanlage liegt direkt am karibischen Meer und weist diverse Wohneinheiten auf, welche sich zweistöckig über das Geländer verteilen. Die Zimmernummern
sind auf Yukatekisch angeschrieben. Unsere Zimmernummernummer 12 zum Beispiel wird auf Maya-Sprache mit zwei waagrechten Strichen (2x eine fünf) und zwei Punkten darüber (2x eine Eins) beschriftet.
Unser Zimmer ist der absolute Wahnsinn. Überhaupt ist die ganze Anlage in einem sehr schönen, mexikanischen Stil erbaut. Das einzige Wehrmuttröpfchen ist das unglaublich grossflächige Seegras am
Strand. Alles fleissige Einsammeln am Morgen durch die hiesigen Angestellten nützt nichts. Der Klimawandel und die örtlichen Strömungen führen zu diesem massiven Aufkommen.
Davon lass ich mir aber die Ferienstimmung nicht vermiesen🙂↔️. Hier an diesem traumhaften Ort werden wir die nächsten Tage verweilen und die nähere Umgebung zu Fuss oder mit dem Auto erkunden.
Wie immer werde ich Dich natürlich als Erste über meine Aktivitäten und Erlebnisse orientieren👍.
Tschüüüüss
Dein Wörterdieb
Mittwoch, 2. April 2025
Hallöchen liebe Wörterdieb-FreundIn
Keine Sorge, es geht mir bestens. Gestern hatten wir einen freien, ruhigen Tag am Pool und Strand verbracht. Deshalb habe ich Dir nichts spannendes zu berichten.
Heute, Mittwoch, geht es aber wieder auf Erkundungstour. Es ist erst 6h morgens bei mir. Du musst Dich also noch einige Stunden gedulden, bis ich Dir über die kommenden Aktivitäten und Erlebnisse
erzählen kann.
Ich wünsche Dir einen wunderschönen, positiven Tag. Wir hören später voneinander, gell.
Liebe Grüsse aus dem windigen Tulum😎
Donnerstag, 3. April 2025
Uih, uih, die Hälfte meiner Ferien sind schon vorbei🥸
Aber keine Bange; wir haben noch einige Aktivitäten hier in Yucatan auf dem Programm, bevor wir wieder in den Alltag zurückkehren.
Seit einer Woche bin ich nun am traumhaften karibischen Meer, in diesem schönen Land mit den liebenswerten Menschen und habe noch keinen Fuss ins Meer gesetzt. Ja, das stimmt wirklich. Die Küste
istzentimeterhoch mit Seegras zugedeckt. Zudem kommt noch der starke Wind, der täglich herrscht, so dass das Schwimmen im Meer sowieso nicht empfohlen wird.
Ja nu, ich habe ja noch eine Woche Zeit einen schönen Strandabschnitt aufzusuchen. Ausserdem bin ich ja nicht ausschliesslich zum Baden hier und mich auf einer Liege von den langen Ausflügen
erholen,kann ich mich auch am Pool.
Gestern, Mittwoch, standen die Maya-Ruinen von Tulum auf unserem Tagesprogramm. Mit unserem Mietauto gings früh morgen los Richtung der archäologischen Stätte. Kannst Du Dir vorstellen, was uns
daerwartete? Stell Dir den Parkplatz, die Eingangsstrasse und die Verkaufsstände vom Europapark Rust auf mexikanisch vor, dann Du weisst, von was wir hier sprechen. Wir parkierten das Auto, zahlten
dieParkgebühren, schauten uns kurz um, und nach ein paar Minuten waren wir uns ohne Worte einig, dass wir hier keine Maya-Kultur erfahren möchten. Die Ruinen mögen wahrscheinlich sehenswert
undinteressant sein, aber der ganze Tumult darum, war dann noch zu touristisch, nervös und hektisch.
Simsalabim gings weiter Richtung Zentrum Tulum, wo wir im Shoppingcenter noch Getränke einkauften und einen kleinen Mercado besuchten.
Abends besuchten wir ein lokales Steakhouse, in welchem wir ausgezeichnet Verköstigt wurden. Ich habe natürlich wieder Tacos gegegessen. Ich liebe das mexikanische Essen. Und weisst Du, was das
Besteist? Die Tacos kann man in ein, zwei bis sechs oder Portionen bestellen. Der Vorteil für mich ist, dass ich nicht immer die Hälfte des Menüs stehen lassen muss. Aber eins sage ich Dir: ich
glaubedurch meine Adern fliesst bis Ende meiner Ferien Guacamole😂.
Heute haben wir uns den südlichen Teil der Halbinsel vorgenommen. Wir werden mit dem Auto die Küste runter Richtung Belize fahren. Mal schauen, was uns da Schönes und Spannendes erwartet. Wie immer:
Ich werde Dich auf dem Laufenden halten.
Pass auf Dich auf, geniess die frühlingshaften Temperaturen und lass Dich 🥰.